Wahnsymbiose - Symbiotischer / induzierter Wahn

inkl. Sozialer Einfluss, Ansteckungstheorie, Massenpsychologie, Lernen am Modell

Wissen Wahnsymbiose, Wahn-Symbiose, symbiotischer Wahn, Induzierter Wahn, Folie à deux, Induzierte wahnhafte Störung

Einleitung

Warum "drehen" durch den Einfluss  gestörter Persönlichkeiten (z.B. Psychopathen) oder psychotischer Menschen (z.B. Wahn) auch andere Menschen mit "durch" und verhalten sich entsprechend? Warum kann ein einziger Mensch andere mit seinen Charakterzügen anstecken, selbst wenn diese völlig abnorm, kontraproduktiv, schädigend oder gefährlich sind? Warum folgt ein ganzes Volk dem Wahn eines Führers bis in den Abgrund und die Selbstzerstörung? Warum folgen "Lemminge"  anderen in den (Massen-)Suizid. Warum "stinkt" der "Fisch vom Kopfe her"? Diese und andere Fragen sollen hier behandelt werden.

 

Wahnsymbiose bei Wahnideen

Manche fühlen sich verfolgt, andere steigern sich in vermeintliche Krankheiten hinein. Manche glauben, ein Superheld zu sein und die Welt zu retten, andere sehen überall potentielle Feinde : Menschen, die unter Wahnvorstellungen leiden, sind von Dingen überzeugt, die nicht der Realität entsprechen. Für gesunde Menschen sind solche Wahnideen in der Regel oft kaum nachvollziehbar. Doch es gibt auch das Phänomen, das sich Familienmitglieder oder Partner  vom Wahn des Betroffenen regelrecht "anstecken" lassen.

 

Doch es gibt nicht nur den "Wahnsinn zu zweit" (Folie à deux): Unter Berücksichtigung der sozialpsychologischen Erkenntnisse können sich ganze Gruppen und Gesellschaftsteile von fixen bis wahnhaften Ideen "anstecken" lassen. Während bei einer Folie à deux ein eigentlich gesunder Mensch die Wahnvorstellungen eines Menschen, der an einer Psychose (z.B. Schizophrenie) leidet – die Wahnideen des Anderen übernimmt (ohne selbst krank zu sein), weiß man von der Psychologie der Massen, dass sich komplette Gruppen (z.B. Arbeitsteams) mit Wahnideen (von kranken Vorgesetzten) infizieren lassen oder sogar große Teile der Bevölkerung voller Überzeugung die Wahnideen eines Führers übernehmen - und kurz vor dem vollständigen Zusammenbruch durch einen längst verlorenen Krieg nach entsprechendem Aufruf dazu (Göbbels bekannte Sportpalast-Rede zum totalen Krieg) dann noch voller Begeisterung frenetisch jubelnd in den sicheren Untergang ziehen.

 

Hintergrundwissen: "Wahn"

Im Allgemeinen bezeichnet man als Wahn eine irreale Überzeugung, die aber nach objektiv messbaren Aspekten nicht zutrifft, an welcher der Betroffene jedoch unbeirrt festhält, obgleich diese nicht mit der der objektiv nachprüfbaren Realität übereinstimmt. Zugleich ist Wahn ein Krankheitssymptom aus dem Fachgebiet der Psychiatrie, die eine Störung der Urteilsfähigkeit zur Folge haben kann.

 

Ein Wahn kommt bei verschiedenen psychischen Störungen vor und reicht bis von reiner Einbildung (z.B.  Unterstellung grundsätzlicher Abneigungen anderer der eigenen Person gegenüber) bis hin zum völligen Realitätsverlust. Ebenso gibt es Persönlichkeitsstörungen, die mit einem Wahn einhergehen. z.B. die paranoide Persönlichkeitsstörung. Das Krankhafte am Wahn liegt nicht im Inhalt, sondern vielmehr in der Unbeeinflussbarkeit durch Erfahrung und zwingende Schlüsse. Erklärungen, warum die Vorstellungen absurd sind, verändert nicht die vermeintliche Gewissheit und Überzeugung. Menschen, die versuchen, dem wahnhaft Kranken den Wahn auszureden, werden als parteiisch angesehen oder als Feind bekämpft. Eine Diskussion steigert die emotionale Betroffenheit und verschlimmert die Auswirkungen.

 

Menschen mit wahnhaften Störungen deuten Wahrnehmungen oder Erlebnisse um und konstruieren gelegentlich komplexe, für den Außenstehenden konfuse, für den Betroffenen allerdings schlüssige "Wahnsysteme", in denen sie wie in einer zweiten, subjektiven Realität leben, welche sie ggf. durch neue Konstrukte erklären, schützen und verteidigen.

 

Einsicht und Einsichtsfähigkeit bei wahnhaft Erkrankten / Verteidigung gegenüber der Außenwelt

Die Betroffenen halten sich selbst weder für krank, noch für behandlungsbedürftig. Ihre Gedanken halten sie für schlüssig und logisch. Selbst gegenteilige Beweise können sie nicht davon abbringen. Menschen, die gegenteilige Beweise antreten, werden von Menschen mit einem Wahn für Feinde oder selbst für krank (bzw. verrückt) gehalten.

 

In der Regel werden wahnhafte Gedanken, Vorstellungen und Annahmen von den Betroffenen gegenüber der Außenwelt vehement verteidigt. Bei entsprechend starkem Druck von außen können einige Betroffene unrichtige Gedanken vorläufig zugeben (z.B. um ihre Ruhe zu haben). Ein echter oder zum Schein geäußerter Lichtblick in Bezug auf eine etwaige Einsicht in die Unrichtigkeit der Gedanken wird von den Betroffenen jedoch schnell wieder revidiert, zumeist aber innerlich bereits im Ansatz negiert, ohne dies nach außen zu zeigen. Das eigene Denkkonstrukt hat eine so starke eigene Logik, dass es für den Betroffenen selbst nicht möglich ist, an etwas anderes zu glauben als das, was in seiner Realität bereits verfestigt ist.

 

Umkehr / 1:1-Verdrehung der Realität / Abwehr von Widersprüchen
Wahnhafte Gedanken, Vorstellungen und Annahmen werden von den Betroffenen gegenüber der Außenwelt so stark verteidigt, dass Zuschreibungen oder Anschuldigungen jeglicher Art zu einer sogenannten "Umkehr" führen. Das eigene Denkkonstrukt der vom Wahn Betroffenen kann so stark sein, dass sie das, was ihnen von Außenstehenden zugeschrieben wird (der Wahn an sich oder ein bestimmtes Verhalten), in das Gegenteil umkehren und den anderen zuschreiben. Menschen, die vom Wahn Betroffene für krank halten, werden von diesen selbst für wahnhaft bzw. krank gehalten. Menschen, die vom Wahn Betroffene auf ihre wahnhafte Gedanken ansprechen oder sie vom Gegenteil überzeugen wollen, werden für verrückt gehalten oder als Feinde erklärt. Wenn wahnhaft Kranken ein negatives Verhalten vorgeworfen wird, werfen sie den anderen negatives Verhalten vor. Aus Opfern werden Täter, aus Helfern werden Angreifer. Interessant ist, dass von einem Wahn Betroffene sämtliche Zuschreibungen fast 1:1 umkehren. Wird ihnen geholfen, versuchen sie den anderen zu helfen. Beleidigen sie andere Menschen, so werfen sie den anderen genau diese Beleidigungen vor. Absprachen, Schuld- und Rechtsverhältnisse werden oft so herumgedreht, dass sie genau gegensätzlich sind.  Nach dem Prinzip "Übung macht den Meister" geben sich von einer wahnhaften Störung betroffene Menschen von ihrer Persönlichkeit her besonders überzeugend. Nicht selten sind sie in der Lage, Zeugen und Zeugnisse des Wahns auszuschalten oder durch entsprechende Argumente oder allein durch ihr Auftreten zu relativieren und einen eventuellen Gegenbeweis Dritten gegenüber unglaubwürdig erscheinen zu lassen. (Details)

 

Induzierter Wahn / symbiotischer Wahn (Folie à deux) /
Induzierte wahnhafte Störung (Ansteckender Wahn)

Hierunter versteht man die die (vollständige oder teilweise) Übernahme einer Wahnsymptomatik durch einen nahestehenden, primär nicht wahnkranken Partner. Je nach Art und Umfang der Beeinflussung könne sich aber auch eine Gruppe oder sogar ganze Teile der Gesellschaft von Wahnideen anstecken lassen (z.B. über Propaganda, Medien, Rhetorik, Einfluss von Autoritäten und sogenannter "Gehirnwäsche".) Beispiele: Göbbels "Totaler Krieg", Teile der gestrandeten Schiffbrüchigen der Batavia, Wiedertäufer zu Münster, Kollektiver Suizid bei diversen Sekten).

Bei zahlreichen Betroffenen spricht man auch von folie à plusieurs oder folie à beaucoup (frz. „Geistesstörung mehrerer Personen“ oder „Geistesstörung vieler Personen“). Tatsächlich liegt bei den - von Wahnideen infizierten betroffenen - aber keine "Geistesstörung" vor. Vielmehr führen Wahnideen zu Überzeugungen, die "nachgeplappert" werden  (Siehe dazu auch "Papageien-Sprache") bzw. zu Verhalten, welches "nachgeäfft" wird. Es kommt zu selektiver Wahrnehmung und Sterotype und scheinbarer Bestätigung dieser durch Fokussierung der Aufmerksamkeit, so dass sich die Wahnideen für die "Infizierten" scheinbar zu bestätigen scheinen. 

 

Beispiel 1
Im Jahr 2008 ereignete sich in Großbritannien einem Kriminaldelikt, bei welchem laut gerichtlicher Feststellung eine induzierte wahnhafte Störung für die Tat ausschlaggebend war. Unter dem Einfluss der Wahn-Symbiose überquerten die Schwestern Ursula und Sabina Eriksson mehrfach zu Fuß die vielbefahrene Autobahn M6 in England und ließen sich von  Fahrzeugen überfahren. Trotz ihrer Verletzungen leisteten sie Widerstand gegen die zu Hilfe eilenden Polizei- und Rettungskräfte. Wenige Tage nach dem Vorfall erstach Sabina Eriksson einen Menschen mit einem Messer, nachdem sie aus dem Gewahrsam entlassen worden war.

 

Beispiel 2
Eine Übertragung von Wahnvorstellungen wird auch im Fall der australischen Familie Tromp vermutet, die sich ohne erkennbaren Grund und überstürzt am 29. August 2016 zu fünft von ihrer Farm östlich von Melbourne aus mit dem Auto auf eine Reise Richtung Norden begab. Die Eltern befanden sich in einer geschäftlich angespannten Situation, die dazu führte, dass sie sich in die Angst hineinsteigerten, jemand wolle sie töten. Diese Paranoia sprang auf die zwei erwachsenen Töchter über, so dass - bis auf den Sohn - letztendlich die komplette Familie "durchdrehte" und in die Psychiatrie eingewiesen wurde. 

 

Weitere Beispiele

Weitere Beispiele finden Sie unter dem Thema Massenpsychose / Kollektive Psychose

 

 

Sozialer Einfluss - sozialer Druck - Einfluss von Autoritäten - Pluralistische Ignoranz

Wir alle sind Teil einer Masse und Bestandteil verschiedener Gruppen und Teil der Gesellschaft, bewusst oder unbewusst. Wir alle unterliegen dem sozialen Einfluss, dem Einfluss von Autoritäten und dem Effekt der Pluralistischen Ignoranz. Wir alle können zu Tätern und Opfern werden. Die einen bekommen es mit, die anderen nicht und einige erst später - wenn eine solche Gruppe sich auflöst. Der Herdentrieb ist menschlich, dennoch aber fatal und dazu urprimitiv. Wer meint, dass er sich selbst davon frei machen könne, hat weit gefehlt. 

 

Ebenso werden wichtige Entscheidungen in einer Gruppe nicht von einzelnen Individuen getroffen, sondern von der Masse selbst herbeigeführt, die bewusst (oder zumeist sogar unbewusst) auf den Einzelnen Druck ausübt (Siehe Sozialer Einfluss / Soziale Einflussnahme sowie die speziellen Studien von Davis und Harless, 1996. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich der Einzelne dem Verhalten einer Gruppe unterordnet bzw. beugt (Siehe dazu z.B. Pluralistische Ignoranz) oder sich menschlich unmoralisch verhält (siehe dazu u.a. Zuschauer-Effekt / bystander-effect / Non-helpling-bystander-effect)

 

Ansteckungstheorie (Contagion theory)

In den Sozialwissenschaften und der Sozialpsychologie gibt es die unterschiedlichsten Theorien zur Erklärung und Erläuterung massenpsychologischer Phänomene. Bei sämtlichen Theorien und Erklärungen geht es stets darum, wie sich das Gruppenverhalten vom Verhalten der einzelnen Individuen unterscheidet. Eine Theorie ist die "Ansteckungstheorie":

Eine frühe Theorie zum kollektiven Verhalten in großen Gruppen hat der französische Soziologe Gustave Le Bon mit seinem Hauptwerk "Psychologie der Massen" im Jahre 1895 formuliert. Seine Theorie nennt man "Ansteckungstheorie" oder Demnach haben soziale Gruppen eine regelrecht hypnotische Wirkung auf ihre Mitglieder. Da sie durch die Anonymität der Menge geschützt sind, geben Menschen ihre persönliche Verantwortung auf und ergeben sich den regelrecht ansteckenden Gefühlen der Masse.

 

Gruppen entwickeln dadurch ein Eigenleben, das sich vom normal üblichen Verhalten des Einzelnen deutlich abhebt. Viele Menschen werden praktisch eins. Der Einzelne gibt seine Verantwortung an die Gruppe ab, weshalb er sich selbst verantwortungslos verhalten kann. Die Gefühle, die in einer Gruppe aufkommen, erst recht dann, wenn diese Gruppe besonders groß ist, wecken starke Emotionen und verleiten zu irrationalem Handeln. Le Bons Arbeiten bildeten die Basis für Sigmund Freuds Studie "Massenpsychologie und Ich-Analyse". Eine Weiterentwicklung unternahm dann Wilhelm Reich (1933) mit seinem Werk "Die Massenpsychologie des Faschismus". Als Beispiel für die Theorie Le Bons sei hier das Geschehen nach dem Untergang der Batavia genannt.

 

Annäherungstheorie (Convergence theory)

Die Annäherungstheorie geht davon aus, dass Massenverhalten nicht von der Masse selbst ausgeht, sondern von einzelnen Individuen in die Gruppe hineingetragen wird. Während die Ansteckungstheorie besagt, dass Gruppen Menschen zu einem bestimmten Handeln veranlassen, besagt die Annäherungstheorie dass Menschen, die in einer bestimmten Weise handeln wollen, sich lediglich zusammenschließen.

 

"Der Fisch stinkt vom Kopfe her"

Führungskräfte sind dafür verantwortlich, dass es im Unternehmen gut läuft. Entstehen durch Fehlentscheidung oder Missmanagement der obereren Hierarchie Probleme oder Krisen, läuft in der oberen Etage etwas falsch. Gemäß der gleichnamigen Redensart "stinkt" der Fisch daher vom Kopf her. Von hier aus zieht die gesamte Unternehmens- und Kommunikationskultur ihre Kreise. Dies bezieht sich auch auf die (innere) Einstellung zu Menschen und ihren "vermeintlichen" Motiven und deren Bedürfnisbefriedigung. Gemäß dem Modell der Projektion wird folglich eine soziopathische Führungskraft davon ausgehen, dass auch die Mitarbeiter derartige Einstellungen haben bzw. dass seine ggf. sozial völlig inkompetente Einstellung / Grundhaltung die normale und richtige ist.

Konflikte und Störungen des Betriebsfriedens in Unternehmen haben ihre Ursache nicht selten im Führungsstil und in unbewusster Negativ-Kommunikation. Gemäß den Erkenntnissen der Betriebspsychologie wird ein entsprechender Negativ-Stil von oben nach unten weitergegeben, wobei sich die unteren Führungskräfte den Stil von den übergeordneten Führungskräften abschauen und diesen intuitiv verinnerlichen, sofern sie ihn als vermeintlich "üblich" und damit "korrekt" ansehen.  Das Lernen erfolgt hier am Modell:

Beim "Lernen am Modell" (Sozialkognitive Lerntheorie, sozial-kognitive Lerntheorie, social cognitive theory)  handelt es sich um eine anerkannte Lerntheorie von Albert Bandura. Dabei eignet sich eine Person eine neue Verhaltensweise durch Abschauen anderer (Vorgesetzter ggf. vermeintliche Vorbilder) aktiv an oder wiederholt bekannte Verhaltensweisen öfter bzw. seltener. Dazu beobachtet sie eine andere Person – das sogenannte Modell – und imitiert ihr Verhalten (bewusst, um zu gefallen und nicht anzuecken oder zumeist völlig unbewusst). Außerdem beobachtet sie, welche Konsequenzen die Verhaltensweise für die Person hat. Einfach ausgedrückt, ist das Lernen am Modell also Lernen durch Nachahmung. Mitarbeiter in Unternehmen lernen so völlig unbewusst neue und komplexe Verhaltensweisen und verinnerlichen diese. Ein Kind lernt zum Beispiel sich die Schnürsenkel zu binden, indem es versucht, es den Eltern nachzumachen. 

 

Durch dieses automatische System kann (in sozialpsychologischer Hinsicht) eine regelrechte "Blase" entstehen, in der die Mitarbeiter / Führungskräfte davon ausgehen, dass ihre Verhaltensmuster völlig normal sind, obgleich diese vielleicht völlig falsch bzw. kontraproduktiv sind. Das Problem ist, dass sie irgendwann für "normal" oder "richtig" gar nicht mehr zugänglich sind, weil sie dies gar nicht mehr verstehen. Es kommt zu kognitiven Dissonanzen, die über selbstwertdienliche Verzerrungen relativiert werden. Diese erkennt man an demonstrativem Abwehrverhalten (z.B. Erklärungen statt Zuhören, Entschuldigungen, Stacheldrahtformulierungen, Killerphrasen, Sophismen etc.). Bei besonders schweren (irreparablen) Fällen kommt es zur Umkehr, wobei immer der andere "schuld" ist.

 

Dass eine solche Führungskraft über Verhalten / Kommunikation Konflikte schürt wie eine Art viraler "Superspreader" (oder wie im manipulativen Viralmarketing oder durch Social Media Influencer ) wird nicht mehr gesehen (da vermeintlich völlig normal). Dafür werden die durch das Lernen am Modell weitergeleiteten Konflikte bei anderen gesehen, nicht aber beim Verursacher (Infektionsherd). Man kanndas Lernen am Modell auch als Modelllernen, Nachahmungslernen, Imitationslernen oder Beobachtungslernen bezeichnen. 

 

Beobachter und Modell

Eine Person, die eine andere Person beobachtet, um sich die Verhaltensweise abzuschauen, ist der Beobachter. Die Person, die die Verhaltensweise „vorführt“, heißt Modell, Leitbild oder Vorbild. Das Modell muss nicht unbedingt eine Person sein, die echt bzw. real ist. Modelle können auch Figuren aus Filmen oder Büchern sein. Wichtig ist, dass sich der Beobachter mit dem Modell identifizieren kann. Nur so hat er die Motivation, sich aktiv die Verhaltensweise anzueignen. Das Modell ist außerdem sein Vorbild. Es hat meistens einen hohen sozialen Status, genießt Ansehen, hat Macht.