Ganzheitliche psychologische Beratung

Hintergrundwissen: Ansatz & Methodik

Umlernen und neu denken, Verhaltens- und Tiefenpsychologie, Konfrontation,  Perspektivenwechsel, NLP, Feedback, Bild-Interpretation, Übungen: ib Psychologie, Beratung, Coaching in NRW: Solingen, Düsseldorf, Köln, Mettmann, Wuppertal, Hilden, Langenfeld

Probleme und Misserfolge...
... basieren zumeist auf einem Mangel, auf Mängeln im jeweiligen Denken, auf Unterlassen, das Handeln erfordert oder auf falschem Verhalten.  Falsches Verhalten basiert auf unseren Wahrnehmungs-, Denk- und Entscheidungsmustern. Diese basieren wiederum auf falsch Erlerntem bzw. auf Erlerntem, das zu anderen (Umwelt) oder zu den aktuell angestrebten Zielen nicht (mehr) wirklich adäquat passt.

 

Lernen: Richtig oder falsch?

Was uns heute ausmacht, was und wie wir denken und darauf basierend handeln, haben wir im Laufe unseres Lebens erlernt: Entweder richtig und passend oder falsch und unpassend bzw.  überholt und nicht mehr zeitgemäß. Wenn das Erlernte für uns heute nachteilig ist und zu Problemen führt, müssen wir dies erkennen, versuchen, Zusammenhänge zu begreifen und für unsere heutigen Bedürfnisse und Ziele entsprechend umzulernen. Negativ-Polungen und darauf basierende Denk- und Handlungsprogramme sollten erkannt und umgeschrieben werden. Auch in Bezug auf unser Sozialverhalten ist dies wichtig.

 

Umlernen, neu lernen

Was einmal (falsch) gelernt wurde, muss nicht für immer in unserem Kopf festhängen und unser Handeln täglich (ungünstig) beeinflussen. Zum Glück ist der Mensch dazu fähig, neu zu lernen bzw. umzulernen. Dazu gehört auch, sich von negativen Einflüssen zu lösen. Falsches Verhalten kann ebenso auf falsch Gelerntem in Bezug auf falsche Selbstbild- und Fremdbild-Annahmen beruhen. Dies kommt wiederum durch mangelndes, falsches oder einseitiges Feedback, ungünstige Glaubenssätze und schädlichen Denk-Programmen. Auch hier gilt es, Denkfehler aufzulösen, umzulernen und die Annahmen zum Selbstbild und Fremdbild zu ändern, damit man wieder handlungsfähig wird, ohne ständig (unbewusst) anzuecken, vor Mauern zu laufen und uns schlecht zu fühlen. 

 

Spannungen, Störungen und Blockaden
können hiefür ebenfalls die Ursache sein. Sie entstehen immer dann, wenn ein Mensch wichtige Erfahrungen leugnet oder unterdrückt: Entweder um das Selbstbild nicht zu gefährden oder weil sie viel zu tief in uns schlummern, uns völlig unbewusst und unzugänglich sind. Dennoch wirken sie aus der Tiefe aus unserem Unbewussten heraus und es gilt, sie aufzuspüren, sich die Umstände bewusst zu machen und sich ihnen zu stellen.

 

Strategien
Probleme und Misserfolge können auch auf einer fehlenden, schlechten oder falschen Strategie beruhen. Diese gilt es zu erkennen, zu hinterfragen, zu überdenken und mit erfolgreicheren Strategien abzugleichen. Fakt ist: 

 

We can not solve our problems with the same level of thinking that created them.

(Albert Einstein)

 

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles weiter so zu tun wie bisher  und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

(Albert Einstein)

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Hintergrund

Man geht in der Psychologie davon aus, dass man nur solche Dinge (gerne) und dadurch selektiv wahrnimmt (und dann auch erfährt), die der Vorstellung, die man von sich selbst und seiner Umwelt hat, nicht widersprechen und möglichst zu dieser eigenen Vorstellung (Meinung, Glaube etc.) passen.

 

Um kognitive Dissonanzen zu vermeiden oder zu verringern greift der Mensch zu selbstwertdienlichen Verzerrungen, mit denen er sich zum Schutze bzw. zur Aufrechterhaltung  seines Selbstwertes selbst belügt.
Zudem kommt es zum Widerstand gegen objektives Feedback und neue ungewohnte Erfahrungen.

Denn Erfahrungen, die nicht zum Selbstbild oder dem idealisierten oder dramatisierten Weltbild passen, werden oft als unangenehm oder bedrohlich empfunden. Statt Positives erleben zu können, zieht man stattdessen weitere Spannungen an. Diese können die Wahrnehmung weiter trüben: Durch selektive Wahrnehmung in Verbindung mit Projektionen bzw. Unterstellungen sieht und erlebt man genau das, was man sehen und erleben will, woran man selbst glaubt, wovon man unbewusst überzeugt ist.

 

Spannungen und Störungen können auch eine erfolgreiche Kommunikation und ein adäquates Handeln einschränken bzw. zunichte machen. Es ist also ganz wichtig, dass Menschen mittels professionellem Feedback und Vergleichen zu einer möglichst realistischen Wahrnehmung gelangen. Dazu müssen eigene Erfahrungen hinterfragt werden.

 

Muss ein Mensch auf Grund eines sehr unrealistischen Selbstbildes sehr viele Erfahrungen leugnen, so wird das Selbstbild immer starrer und losgelöster von der Wirklichkeit. Es ergeben sich zwangsläufig Spannungen zwischen der Vorstellung, wie man selbst ist, und den Erfahrungen, die man mit sich selbst in der Umwelt macht. Diese Spannungen bilden die Grundlage für die verschiedensten Störungen und Probleme.

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Was wirkt sich günstig aus?

Günstig ist es, wenn eine Person offen gegenüber neuen Erfahrungen bleibt und bereit ist, ihr Selbstbild entsprechend den gemachten Erfahrungen zu verändern.

 

Beispiel: Wenn ich z.B. die Vorstellung von mir habe, ich sei sehr musikalisch und erlebe in meinen musikalischen Bemühungen immer wieder Misserfolge, so ist es nur sinnvoll, wenn ich mein Selbstbild verändere und nicht mehr glaube, ich sei sehr musikalisch. Dafür bin ich aber in anderen Bereichen besonders talentiert.

Eine ungünstige Reaktion wäre hier, wenn ich aufgrund des inneren Widerstandes zur sogenannten "Umkehr" greife und allen anderen, die mich beurteilen, mangelndes Musikverständnis vorwerfe. Tatsächlich ist es in der psychologischen Praxis aber so, dass ausgerechnet jene Menschen, die aus fachlicher Sicht dringend ein Coaching oder eine Therapie benötigen, am liebsten andere coachen und therapieren wollen und dies nicht selten, nicht nur denken, sondern genau so verbalisieren.  Ebenso ist es bei Unternehmen, die etwaige Misserfolge oftmals völlig anderen Ursachen zuschreiben, weil a) man es so kennt bzw. so gelernt hat und b) weil das Unternehmens-Selbstbild ggf. gestört ist. Zumeist ist es jedoch so, dass wir z.B. bereits in der frühen Kindheit oder in der Jugend Dinge eingeredet bekommen haben, die zu einem Glauben führen, der aber gar nicht richtig ist. Vielleicht hat man uns stets ausgeredet, musikalisch zu sein oder gar nicht zugehört und hingeschaut. Vielleicht wären wir ohne diese falschen Glaubenssätze regelrechte Virtuosen.

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 Als Endpunkt einer günstigen Persönlichkeitsentwicklung

steht...

 

... ein positives Selbstkonzept,

... Selbstvertrauen im Umgang mit den Problemen des Alltags,

... Akzeptieren der eigenen Persönlichkeit,

... die Bereitschaft zur Verwertung von Erfahrungen sowie 

... die Bereitschaft zur möglichen Veränderung des Selbstbildes

... die Bereitschaft umzudenken und neuzulernen

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Zusammenfassung/Fazit

Man geht davon aus, dass Erfahrungen und Wahrnehmungen sowie das Selbst- und Fremdbild das Verhalten eines Menschen bestimmen. Ebenso wird davon ausgegangen, das Verhalten / Fehlverhalten zu einem großen Teil erlernt wird oder auf Spannungen und Störungen sowie auf Selbst- und Fremdbild-Inkongruenzen zurückzuführen ist.

 

Das Verhalten eines Menschen entscheidet hingegen über Erfolge oder Misserfolge, ebenso unser Denken bzw. unsere Denkmuster und Prägungen. Wenn ich Erfolg herbeiführen oder Misserfolge zukünftig vermeiden möchte, muss ich mein Denken ändern und darauf basierend mein Verhalten entsprechend einstellen bzw. ändern und dieses Verhalten auf mein Ziel ausrichten. Dazu muss ich die Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen meines Zieles kennen. Ich darf diese nicht einfach nur annehmen, sondern muss sie erfragen und verstehen. Wenn ich Verhalten ändern will, muss ich meine Wahrnehmungen hinterfragen und meine Einstellung verändern. Zusätzlich muss ich schauen, was falsch gelernt wurde bzw. für neue Ziele eher kontraproduktiv ist und entsprechend umlernen.

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Erstes Ziel

sollte die Behebung etwaiger Spannungen und Störungen sowie eine Korrektur des Selbstbildes in Richtung einer realistischen Selbsteinschätzung sein, ohne dass dadurch das Selbstwertgefühl leiden muss. Damit geht der Abbau der Wahrnehmungsleugnungen einher. Eine realistische Wahrnehmung der Umwelt führt ebenfalls zu einer besseren Einschätzung der eigentlichen Möglichkeiten und somit zu einer verbesserten Fähigkeit, seine Lebensaufgaben zu lösen und sich selbst zu aktualisieren.

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Zweites und drittes Ziel
ist es, sein Verhalten zu hinterfragen und ggf. umzulernen. Drittes Ziel ist es, sich zukünftig so zu verhalten, dass ich mir selbst treu bleibe, dabei aber nicht meine Umwelt aus den Augen verliere: Wer durch optimiertes Auftreten und Verhalten nämlich positives Feedback erhält, wird durch diese positive Rückkopplung zugleich positiver Denken und erfolgreicher durchs Leben gehen.

 

Positives zuversichtliches Denken spielt eine bedeutende Rolle und wirkt wiederum über das Gesetz der Anziehung nach dem Motto: Positives zieht Positives an. Umgekehrt gilt das natürlich leider genauso. Daher sollte man negatives und pessimistisches Denken tunlichst vermeiden. Negative Gedanken und Erwartungen ziehen negative Situationen, Umstände und Menschen an. 

Verhaltens- und Tiefenpsychologie

Die wichtigsten Grundlagen spielen die "Lern- oder Verhaltenspsychologie" sowie die "Tiefenpsychologie". In einer klassischen Psychotherapie, bei der der Fokus auf der Behandlung psychische Störungen liegt,  bezeichnet man dies als "Verhaltenstherapie" oder als "tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie" bzw. "analytische Psychotherapie" (Psychoanalyse). Im Coaching findet beides ebenfalls Anwendung.

 

Entweder wird davon ausgegangen, dass Probleme oder Störungen (z.B. Ängste, Depressionen, Zwänge oder psychosomatische Symptome) entweder auf Basis falsch gelernten Denkens und dadurch bedingtem Fehl-Verhaltens oder aber aufgrund von ungelösten Konflikten entstanden sind, die es herauszufinden und zu bearbeiten gilt.

Beide Grundprinzipien der Psychotherapie haben eines gemeinsam: Sie basieren vereinfacht ausgedrückt
auf Zuhören, Heraushören und Interpretieren sowie auf Gesprächen und Umlernen. Übungen zählen ggf. ebenso dazu.

 

Muster
Was uns heute ausmacht, was und wie wir denken und handeln, haben wir im Laufe unseres Lebens erlernt, ob richtig oder falsch, aktuell oder überholt und nicht mehr zeitgemäß, ob positiv oder negativ: Wenn das Erlernte für uns heute nachteilig ist und zu Problemen führt, müssen wir lernen, dies zu begreifen und entsprechend umzulernen. Vorab muss man aber erst einmal an unbewusste Informationen heran und diese bewusst machen. Die Bewusstmachung von Zusammenhängen ist viel Arbeit und nicht selten mit inneren Widerständen verbunden, die aufgelöst werden müssen. Es gilt eine einfache Regel: Ohne Einsicht keine Änderung. Grundprinzip der Psychotherapie sind Beziehungs- und Verhaltensmuster:

Beziehungsmuster

Wir entwickeln in unserer Kindheit regelrechte "Beziehungsmuster" durch die Auseinandersetzung mit unseren Eltern und / oder anderen wichtigen Bezugspersonen. Wir neigen dazu, Beziehungen, die wir in unserem späteren Leben zu weiteren Menschen aufnehmen, nach den gleichen Mustern zu organisieren. In der Therapie bzw. im Coaching wird versucht, diese Muster zu erkennen und bewusst zu machen, um eine größere Variationsbreite des Verhaltens zu ermöglichen und zu verhindern, dass man immer wieder die gleichen Fehler macht. 

 

Verhaltensmuster

Ebenso geht es um bestimmte "Verhaltensmuster", die wir in der Kindheit oder auch später entwickelt haben. Mit diesem Verhalten kommt man erst einmal eine Zeit lang recht gut durchs Leben bis man auf eine Situation trifft, wo wir dieses Verhalten zwar wieder anwenden, es aber unpassend ist und deshalb Schwierigkeiten verursacht. Auf Grund von bestimmten psychischen Gesetzmäßigkeiten kann es aber nicht einfach abgelegt werden und es kommt plötzlich oder allmählich zur Entwicklung von Problem-, Konflikt- oder Krankheitssymptomen, weil das angestrebte Ziel des Verhaltens nicht erreicht werden kann. Die Wurzel des Verhaltensmusters liegt oft in der Kindheit, der problem- oder konfliktauslösende oder gar krankmachende Effekt hingegen in der Gegenwart. Es gilt, diesen Zusammenhang bewusst zu machen, damit ein besser passendes Verhalten entwickelt werden kann.

Verhaltenstherapie und Verhaltenscoaching:  Verlernen von problematischem Verhalten. Psychotherapie in Solingen, Hilden, Haan, Langenfeld, Mettmann, Ratingen, Wuppertal, Leverkusen, Köln, Bergisch Gladbach, Neuss, Velbert

Verhaltenstherapie & Verhaltenscoaching: 
"Verlernen" von problematischem Verhalten

 

Die Verhaltenstherapie entwickelte sich aus der Lerntheorie.

Lernen ist ein nicht beobachtbarer dauerhafter Prozess des Erwerbs und/oder der Änderung bestehender Verhaltensweisen als Folge von Erfahrungen und Übungen durch die Auseinandersetzung mit bestimmten Umweltsituationen.  Wer etwas lernt, der beeinflusst damit zugleich (unbewusst) sein Denken und Handeln. 

 

In Bezug auf Lernen kennt man z.B. das klassische Konditionieren, das operante Konditionieren z.B. Lernen durch Versuch und Irrtum, das Lernen durch Verstärkung, das Lernen am Modell sowie das Lernen durch Einsicht.

 

"Lernen" bezieht sich auf das - zumeist intuitive Erlernen bestimmer - mehr oder weniger förderlicher - Denk- und Handlungsmuster, die zu Erfolgen oder zu Problemen führen: Probleme mit der Psyche oder mit der Umwelt. Der Kerngedanke der Verhaltenstherapie ist, dass (problematisches) Verhalten erlernt wurde, aber auch wieder "verlernt" - und durch lernbare neue und angemessenere Verhaltensmuster ersetzt werden kann.

 

Moderne Verhaltenstherapie beschränkt sich nicht nur auf das Verlernen und Lernen von Verhalten, sondern schließt kognitive Elemente (Wahrnehmung/Erleben, Denken/Gedanken, Fühlen/Gefühle) mit ein. Elemente einer Verhaltenstherapie sind Problem- und Bedingungsanalysen für eine genaue Diagnose und Klärung des Problems. Die Arbeit selbst ist ziel- und lösungsorientiert und beeinhaltet Verhaltensübungen, die entweder offen (in der Sitzung oder als Hausaufgaben) oder auch nur in der Vorstellung (= Phantasie) der Klienten durchgeführt werden. Auch die Konfrontation mit bestimmten Reizen, die als Auslöser des Problems ermittelt wurden zählt dazu  (Exposition, Desensibilisierung), ebenso die Verstärkung (Belohnung) von erwünschten Verhalten sowie die Löschung (Nichtbeachtung) unerwünschten Verhaltens. Dies alles erfolgt in der Psychotherapie Schritt für Schritt nach dem Prinzip der „kleinen Schritte“. Im Coaching wird dies abgekürzt: Hier beschränkt sich der Coach entsprechend der Zeit- und Budget-Festlegung durch den Klienten auf die wesentlichsten Punkte und Schritte.

 

Wir glauben Erfahrungen zu machen,

aber die Erfahrungen machen uns

(Eugene Ionesco)

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie  bzw. Analytische Psychotherapie:  Befreiung von verinnerlichten Fremdbestimmungen in Solingen, Hilden, Haan, Langenfeld, Mettmann, Ratingen, Düsseldorf, Köln, Neuss, Bergisch-Gladbach, Velbert, Wuppertal

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

bzw. Analytische Psychotherapie:

Befreiung von verinnerlichten Fremdbestimmungen

 

Hier wird davon ausgegangen, dass der oder die Auslöser für Probleme in unserem Unterbewusstsein verankert sind, dort schlummern und ohne die Möglichkeit, dies mit dem bewussten Willen steuern zu können, von hier aus unser Denken, Handeln und Fühlen beeinflussen. Es geht folglich um automatische unbewusste Faktoren, die zu inneren Konflikten führen.

 

Neben Konflikten bestehen ggf. Entwicklungsdefizite oder der Einfluss traumatischer Erfahrungen in Bezug auf seelische Verletzungen. Die Psychoanalyse geht von engen Wechselwirkungen zwischen Konflikt und Trauma aus, wobei die Grenzen zwischen äußeren Traumatisierungen und inneren Konflikten, die zu Traumata werden, nicht immer eindeutig gezogen werden können.

 

Unter Überwindung eigener Widerstände geht der Klient mit Hilfe des Therapeuten innerlich an jenen Punkt in seiner Entwicklung zurück, an dem die Störung eingesetzt hat, um von dort aus einen Neustart im Schutz der therapeutischen Beziehung zu versuchen (Regression).  Die "Kunst" des Therapeuten liegt hier nicht etwa nur bei der Rückführung zu vergangenen Konflikten und Traumata und in der Beobachtung und Deutung sprachlicher Aussagen-Details des Klienten, sondern auch in der Handhabung falscher (alter) Erwartungen, die sich an den Therapeuten richten (Übertragung) sowie an der Handhabung des Widerstands und der Regression.

 

Die emotionale Antwort des Therapeuten auf Übertragung, Regression und Widerstand bezeichnet man als Gegenübertragung. Sie besteht aus fein abgestuften emotionalen Reaktionen, die der Therapeut zum Verständnis des unbewussten Geschehens nutzt. Jedoch teilt der Therapeut dem Klienten seine eigene emotionale Befindlichkeit nie direkt mit, sondern erst, nachdem er dies in Beziehung zum Erleben seines Patienten gesetzt hat. In der psychoanalytischen Therapie  reden Therapeuten nicht viel. Sie lassen reden bzw. erzählen. Sie sind deshalb aber weder distanziert noch unnahbar, dränge sich aber auch nicht auf. 

Weitere Techniken & Werkzeuge:

Aktives Zuhören unter Berücksichtigung tiefenpsychologischer / psychoanalytischer Regelwerke und kommunikative Intervention in Solingen, Hilden, Haan, Mettmann, Langenfeld, Düsseldorf, Neuss, Dormagen, Bergisch Gladbach, Krefeld

Aktives Zuhören unter Berücksichtigung tiefenpsychologischer / psychoanalytischer Regelwerke + kommunikative Intervention

zum Zwecke der Darbietung und Angewöhnung neuer Denkrichtungen. Aktives Zuhören ist eigentlich eine Kommunikationstechnik. Der US-amerikanische Psychologe und Psychotherapeut Carl Rogers hat das aktive Zuhören erstmals als Werkzeug für die Klientenzentrierte Psychotherapie (Gesprächspsychotherapie) beschrieben. Aktives Zuhören in der Psychologie dient der emotionalen Unterstützung des Anderen.

Es kann aber auch zur unauffälligen Umprogrammierung durch bestimmte Frage- und Antworttechniken bzw. Interventionen dienen, die den Klienten das zuvor Gesagte hinterfragen lassen, ohne das dies vom Klienten als Gesprächsstörer (z.B. Lösungen liefern, Ratschläge erteilen, herunterspielen, bagatellisieren, interpretieren usw.) wahrgenommen wird. Die unaufdringliche sprachliche Neu-Programm-Schreibung mit Hilfe einfacher Sprach-Codes im Rahmen der kommunikativen Interaktion ist an die Neurolinguistische Programmierung angelehnt, ebenso an die sogenannten Minimax-Interventionen und diesbezüglichen Ratschläge von Dr. phil., Dipl.-Psych. Manfred Prior (Therapeut, Berater, Supervisor und Coach).

Professionelles Feedback zur Vermeidung von Selbstbild-Fremdbild-Inkongruenzen: Psychologie, Beratung, Coaching, Psychotherapie in Solingen, Hilden, Haan, Mettmann, Langenfeld, Leverkusen, Opladen, Bergisch Gladbach, Wermelskirchen, Witzhelden, Burscheid

Professionelles Feedback

Vieles was wir früher gelernt haben, ist im Hinblick auf andere und neue Gegebenheiten und Umstände heute ggf. nicht mehr oder nicht wirklich zielführend, manchmal sogar extrem kontraproduktiv. Zumeist bemerkt man selbst nicht, dass man sich im Kreis dreht oder immer wieder vor die (nicht selten gleiche) Pumpe läuft. Doch viel zu selten erhält man ehrliches und qualifiziertes Feedback oder erfährt das, was andere lediglich denken und worauf ihr Verhalten uns gegenüber basiert. Oftmals entziehen wir uns ehrlichem Feedback und suchen uns stattdessen Menschen, die uns nach dem Mund reden, folglich falsches Feedback geben. Dadurch entstehen eine Selbstbild-Fremdbild-Inkongruenz und dadurch zu Problemen und Störungen.

 

Feedback spielt in unserer Beratung bzw. im Coaching eine herausragende Rolle. Feedback bildet unser Selbstbild und damit unser Fremdbild. Dies beeinflusst unser Denken - und unser Denken beeinflusst wiederum unser Verhalten - ebenso wie umgekehrt ein bestimmtes Verhalten wieder zu einem bestimmten Denken und zu Denkmuster führt: Ein Kreislauf, der manchmal recht teuflisch sein kann. Wir können ihn aber stoppen und ins Positive umkehren.  Denn unsere Denk- und damit Handlungsmuster entscheiden darüber, ob wir erfolgreich sind und wie erfolgreich wir sind - auch darüber, welche Probleme wir uns "einfangen" und wie wir Herausforderungen meistern.

Psychologische Beratung, psychologisches Coaching, Psychotherapie, psychologische Seminare und  Inhouse Schulungen in NRW, Nordrhein Westfalen, Solingen, Düsseldorf, Köln, Ruhrgebiet, Bergisches Land, Rheinland

 

Fiktives Feedback imaginärer Dritter

Wir geben Ihnen nicht nur wertvolles objektivisiertes professionelles Feedback aus Sicht von Profis, sondern auch fiktives Feedback aus der möglichen Sicht Ihres sozialen Umfelds - so wie andere ihr Verhalten mutmaßlich wahrnehmen.

 

Dazu setzt sich Ihr Coach mit den Bedürfnissen und möglichen Sichtweisen  potentieller Dritter auseinander, versucht sich empathisch und auf Basis seiner Erfahrungen in diese hineinzusetzen und aus deren Sicht laut zu denken. 
Genutzt wird dies ebenfalls im Provokativen Feedback-Coaching. 

Echtes unverblühmtes Feedback realer Dritter

Wir geben Ihnen nicht nur professionelles objektivisiertes Feedback aus Sicht des Coaches - oder alternativ fiktives Feedback aus der möglichen Sicht imaginärer Dritter aus Ihrem sozialen Umfelds, sondern holen zur Erfüllung bestimmter Aufgaben im Bereich der Image-, Sozial- und Wahrnehmungspsychologie  in Ihrem Auftrag und mit Ihrer ausdrücklichen Erlaubnis auch echtes Feedback realer Dritter ein.

Diese teilen uns - und damit letztendlich Ihnen - unverblühmt schriftlich mit, wie Ihre Person (z.B. ihr Verhalten in einer Videoaufzeichnung oder ihr Aussehen und Ihre Wirkung auf Bewerbungsfotos sowie anderen Selbstmarketing- und Werbeunterlagen) von den jeweils konkret Befragten wahrgenommen und individuell subjektiv eingeschätzt werden. Die Berechnung der Schnittmengen-Einschätzung kann ebenso relevant sein wie die Projektion des Ergebnisses auf vergleichbare Entscheider und die Prognose entsprechender Entscheidungen und Erfolge.

Perspektivenwechsel

Wir sehen uns und unsere Umwelt stets aus der gleichen Perspektive. Diese ist jedoch immer subjektiv, sehr einseitig und nicht immer korrekt. Zudem verfestigt sich dieser sehr eingeschränkte Blickwinkel und bildet unsere eigene, ganz persönliche Realität - und damit unser Selbst- und Weltbild. Irgendwann sagt man sich: Die Dinge sind einfach so wie sie sind! Man glaubt daran, ist felsenfest davon überzeugt. Das sind sie aber nicht! Wenn man die Perspektive wechselt, sieht man es. 

 

Bei einem Perspektivenwechsel versetzen Sie sich in die Lage einer anderen Person oder Gruppe und versuchen eine Situation durch die Augen des bzw. der anderen zu betrachten. Ein solcher Wechsel des eigenen Blickwinkels bringt viele Vorteile mit und kann zu mehr Erfolg führen – allerdings ist die Umsetzung alles andere als einfach. Denn unsere  Wahrnehmung ist alles andere als objektiv und wie sehen zumeist nur das, was wir sehen wollen, dazu durch die eigenen Augen, auf Basis der eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Einstellungen  und Erfahrungen und dazu aus der eigenen persönlichen Position und unserem sozialen Status heraus. Man schaut nicht so einfach aus dem eigenen Kopf heraus durch fremde Augen schauen. Ein Perspektivenwechsel will gelernt sein. Man muss daran arbeiten, zu lernen, nicht immer nur die eigene Sicht der Dinge zu betrachten, sondern objektiver zu denken und zu entscheiden. 

Konfrontation

Die Konfrontation dient zur Auflösung von Traumata durch Simulation konkreter Problemstellungen und Angstauslöser und deren erfolgreiches Handling zum Zwecke des Umlernens und der Auflösung traumatischer Erlebnisse

 

Konfrontation bezeichnet - wie die Übersetzung aus dem Lateinischen "confrontatio" (= Gegenüberstellung) bereits sagt, eine Gegenüberstellung von sich gegenseitig Störendem, welches erst einmal unvereinbar oder sogar unerträglich erscheint und einen inneren und/oder äußeren Konflikt bzw. ein Problem darstellt. Ziel einer Konfrontation ist die Annäherung und/oder Konfliktlösung bzw. Problemlösung. Ebenso kann das Ziel einer Konfrontation in einer Art "Schock" liegen, der einen positiven Spiegelungs-, Erkennungs- und Umkehr-Effekt bezweckt (z.B. Provokatives Feedback Coaching).

 

Eine Konfrontation kann genenerell situationsbezogen, ortsbezogen, verbal-kommunikativ, visuell, virtuell oder gedanklich erfolgen. Das Gegenteil einer Konfrontation ist die Vermeidung (Vermeidungsverhalten). Vermeidung zählt zu unseren menschlichen Instinkten (z.B. Fluchtverhalten) und besteht darin, dass man sich störenden, unvereinbar erscheinenden und/oder angstauslösenden Situationen und Umständen bewusst oder unbewusst entzieht, wodurch es bei Problemen und Konflikten aber zu keiner Konfliktlösung oder sonstigen Problemlösung kommen kann.

 

Eine wichtige Rolle spielt die Konfrontation als Therapieform in einer Psychotherapie oder in einem Coaching, wenn es das Ziel ist, sich einem Problem (z.B. eine spezifische Hemmung oder Angst) zielführend zu stellen, es zu lösen und das entsprechende Ziel zu erreichen. Durch eine Konfrontationstherapie oder ein Konfrontations-Coaching  stellt man sich einer unangenehmen Situation (z.B. einer vermeindlichen angstauslösenden Gefahrensituation, einem Problem, einer unangenehmen Situation bzw. Aufgabe, die man zur Erreichung eines Zieles überwinden muss), die man üblicherweise (z.B. aus Hemmung oder Angst) meidet, nun aber (ggf. erneut) erlebt, nur eben mit dem Unterschied, dass nichts passiert, was einem in der Realität schadet. Alternativ erfolgt eine Spiegelung oder ein gespielter verbaler Angriff (z.B. Provokatives Feedback Coaching).

Durch die Gegenüberstellung mit den problemverursachenden bzw. angstauslösenden Reizen, lernt man (durch einen länger dauernden Lernprozess oder gar einen kurzen positiven Schock), sich entsprechenden Situationen und/oder Umständen locker zu stellen oder Probleme z.B. ein vergangenes Trauma (siehe Psychotrauma) zu lösen. Der Klient wird im Idealfall genau mit jenen Reizen konfrontiert, die das Problem sind oder das Problem verursachen (z.B. bestimmte Dinge, Situationen oder Umstände, die Angst auslösen). Dadurch lernt man um.

 

Man lernt, Situationen und Reize völlig neu zu erleben, etwaige Angst zu ertragen, mit ihr umzugehen und die Vermeidung aufzugeben. Zusätzlich kann die Konfrontation mit einer Problemsituation zu einem positiven Schock führen, der ein etwaiges Trauma überlagert bzw. revidiert.

 

Die Konfrontationstherapie wird auch als "Reizkonfrontationstherapie" oder "Expositionstherapie" bezeichnet und zählt zu den effektivsten Methoden der Verhaltenstherapie. Dahinter verbirgt sich die Erkenntnis, dass man Ängste und andere psychische Spannungszustände nur überwinden kann, wenn man sich ihnen stellt und umlernt, während die Vermeidung und/oder Verdrängung Ängste, Spannungen und Nöte festigt.

 

Auch kann die Konfrontation eine Veränderung der Gehirnprozesse bewirken. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn in der Vergangenheit eine negative Umstellung stattgefunden hat (z.B. durch ein Psychotrauma) und/oder man sich dauerhaft desensibilisieren möchte. Eine Desensibilisierung ist ein Verfahren, das starke Reaktionen hervorruft und dadurch quasi eine Relativierung und/oder Gewöhnung bzw. Abstumpfung bewirkt, um andere starke Gefühlsreaktionen (z.B. Angst, Panik, Wut) zu verringern, zu relativieren und/oder zu beheben.

Auf der einen Seite gibt es die Option einer gestuften Konfrontation (z.B. eine systematischen Desensibilisierung), in der man sich der auslösenden Situation, bei der man sich - bei der am leichtesten auszuhaltenden Situation beginnend, der eigentlich entscheidenden Situation in kleinen Schritten nähert, was ermöglicht, dass man sich durch schrittweisen Vertrauensaufbau langsam an die Situation gewöhnen kann. 

 

Simulationen bestimmter Situationen und Ereignisse (z.B. Gespräche, verbale Angriffe, das Ansprechen von Menschen und bestimmte Bilder können diesbezüglich ebenso wirkungsvoll sein wie das Schauen und von Filmensequenzen und deren Nachbesprechung oder das Üben vor der Kamera bei Hemmungen / Ängsten vor anderen Menschen zu reden.  

 

Auf der anderen Seite gibt es die massierte Konfrontation, bei der man unmittelbar und mit Schockwirkung mit der auslösenden Situation konfrontiert wird und quasi einen "Sprung ins kalte Wasser" macht, wodurch eine gewollte Reizüberflutung (Flooding) erzeugt wird.

 

Auch besteht die Option der Visualisierung, bei der man lediglich in der Vorstellung mit entsprechenden Situationen konfrontiert. Da Gedanken teilweise ebenso auf unser Gehirn wirken wie reale Situationen, tritt ein Gewöhnungsprozess ein. Ein solcher Gewöhnungsprozess kann auch verlaufen, wenn man sein Leben in der Realität so umstellt, dass man die Nähe zu dem sucht, was das Problem ist. Filme oder virtuelle Reize wie Cyberbrillen mit real wirkenden Eindrücken, die quasi dasselbe Gefühl vermitteln wie die echte Situation, können ebenso dazu beitragen, dass man sich in entsprechende Situationen hineinversetzen und sich daran gewöhnen kann.

 

Einige Ansätze arbeiten nach dem Prinzip, dass man die entsprechende Situation erst verlassen darf, wenn das entsprechende Gefühl (z.B. die Angst) nachgelassen hat, während man bei anderen Ansätzen selbst entscheidet, wann man die Situation verlässt. Bei manchen Ansätzen gibt es Übungsaufgaben für zu Hause und ebenso entsprechende Nachübungen, bei anderen nicht. Die unterschiedlichen Methoden und Ansätze der Konfrontation haben jeweils entsprechende Vor- und Nachteile, die vor einem solchen Schritt, abzuklären und zu durchdenken sind. Eine besondere Form der Konfrontation im Coaching ist das Provokative Feedback-Coaching.  

Frust-Reaktions-Therapie am Objekt
Die Frust-Reaktions-Therapie basiert auf tiefenpsychologischen Grundsätzen und wird in andere Therapieformen bzw. Coachings eingebaut:

Irgendwann haben uns bestimmte Menschen durch ihr Feedback und / oder sonstiges Verhalten derart geschadet, dass dies tiefe Narben, ja sogar ein regelrechtes Trauma in uns hinterlassen hat und nun in unserem Unterbewusstsein schlummert und von dort aus auch heute noch stetig weiter wirkt, uns blockiert und uns nicht zur vollen Entfaltung lässt.

 

Manchmal war es jemand aus der eigenen Familie, ein Mitschüler, ein Lehrer, ein Ausbilder - wer auch immer. Es gilt dies herauszufinden und dies bewusst zu machen.  Wegen dieser Menschen von früher, vielleicht aber auch wegen des Verhaltens unangenehmer aktueller Zeitgenossen sind wir entwertet oder abgewertet, frustriert oder krank, blockiert oder gehemmt - und leben nicht so wie wir es möchten und wir es eigentlich könnten und sollten.  Wir "exhumieren" diese Mumien von damals und stellen uns ebenso den Tätern von heute und machen diesen unangenehmen bis bösen Zeit-"Geistern", die negativ und hemmend in uns weiter wirken, ein für alle mal den Garaus. Dabei werden ungeahnte Kräfte frei. Ein paar Tränen können ebenfalls fließen. Doch anschließend sind Sie von bösen Geistern und Ungeziefer im Kopf befreit.   

Provokatives Feedback-Coaching:

Mehr Effizienz durch emotionales
und authentisches Feedback
 
Provokatives Feedback Coaching basiert auf Konfrontation und ist die wohl effektivste und effizienteste, allerdings auch härteste Coaching Methode, um schneller und nachhaltig weiterzukommen. Voraussetzung sind sie psychische Stabilität und ein gut ausgeprägter Intellekt des Klienten. 

 

Mit der sehr direkten, humorvoll-provokativen Methode des Provokativen Feedback-Coachings von ib gelingt Problemlösung und Umlernen auf eine ganz spezielle Art. Die Methodik ist nicht nur äußerst effektiv: Sie führt zu nachhaltigen selbstständigen Erfolgen.

Provokatives Feedback-Coaching hilft, sein Problem besser zu erkennen, sein Handeln und die Wirkung zu verinnerlichen und seinen eigenen Widerstand gegen selbstschädigendes Verhalten und festgefahrene Handlungsmuster auf- und auszubauen. Der Widerstand zur Selbsterkenntnis wird durch lebensechte Konfrontation regelrecht gebrochen. Durch Perspektivenwechsel verhilft Provokatives Feedback-Coaching zu einer differenzierteren Selbst- und Fremdwahrnehmung und schafft einen größeren Handlungsspielraum. Zudem hilft es, dem vermeintlichen Problemzustand gegenüber eine lockere Haltung zu entwickeln.

 

Wie wirkt es? Wer einmal über die Absurdität des eigenen Handelns gelacht hat oder sich erschreckt hat, reagiert bei der nächsten ähnlichen Situation viel besser. Dadurch dass einer Situation zuerst eine gewisse Gewichtung gegeben wird, wird zukünftig die Schwere genommen und der Kopf bleibt frei. Alte Verhaltensmuster lösen sich reflexartig auf. Man denkt nicht, was man tun soll. Man hat es bereits verinnerlicht. Daher können Verbesserungen leichter, unbewusster, viel natürlicher und automatischer umgesetzt werden.

 

Was geschieht? Mit Konfrontation, Humor und Überzeichnung werden Widerspruchsgeist und Eigenständigkeit der Klienten herausgefordert. Gemeinsames Lachen über das eigene Problemverhalten relativiert die Einstellung und fordert dennoch geradewegs zu ernsthaften und selbstverantwortlichen Lösungen.

 

Provokatives Feedback-Coaching geht davon aus, dass in jedem Menschen Ressourcen vorhanden sind, um Herausforderungen zu meistern. Oft sind diese aber verschüttet. Man steckt aus verschiedenen Gründen irgendwo fest oder hält sich selber gefangen. Provokatives Feedback-Coaching hilft bei der Befreiung aus dieser Gefangenschaft. Provokatives Feedback-Coaching bricht Tabus und stellt die sonst übliche Distanz und Künstlichkeit des Coachings oder einer Therapie in Frage. Wesentlich ist: Provokatives Coaching ist authentisch, allein durch authentisches Reaktionsverhalten. Menschliche Reaktionen werden spürbar, Botschaften kommen klar rüber, die Gefühlsebene wird angesprochen. Coach und Klient begegnen sich nicht aus der Distanz, sondern von Mensch zu Mensch, wobei der Coach nicht nur als Coach, sondern auch aus der Perspektive anderer agiert bzw. reagiert und als eine Art Antipädagoge fungiert. 

 

Wann zu empfehlen? Provokatives Feedback-Coaching ist insbesondere dann besonders empfehlenswert, wenn man sich mit seiner derzeitigen Problembewältigungsstrategie im Kreis dreht und nicht weiter kommt, wenn andere Strategien oder versachlichte Coachings noch nicht den gewünschten Durchbruch erzielt haben, dieser aber endlich gewünscht wird.

Personenkreis: Wer über einen hohen Intellekt und eine entsprechende Ambiguitätstoleranz verfügt und gerne lacht, auch einmal über sich selbst, den wird Provokatives Feedback-Coaching ebenso weiter führen wie jene, die einfach keine Lust mehr haben, sich ständig versachlicht mit ernsten Dingen auseinander zu setzen.

 

Am meisten werden sich aber die angesprochen fühlen, die bereits in kürzester Zeit etwas bewegen wollen und keine Lust und Zeit für ein aufwändiges, vielleicht jahrelanges Coaching für nur wenige Problemstellungen haben.

 

Fazit: Für den, der in relativ kurzer Zeit viel aus sich herausholen will und neu gewonnene Erfahrungen nicht vergessen möchte, ist Provokatives Feedback-Coaching die optimale Coaching-Lösung und die wohl effizienteste Methode sicher von einem Ort zum anderen zu gelangen und nicht wieder in alte Handlungsmuster zu verfallen.

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen.

Schauspiel-Übungen
Verhalten kann gelernt werden, nicht nur durch Gespräche, Simulationen und Konfrontation, sondern durch lernen bestimmter Mimik, Gestik, Sprechweisen und Motorik inklusive des sich Verstellens, Verkleidens und Maskierens, welches eine zusätzliche Wirkung entfaltet.

Der positive Lerneffekt erfolgt hier auch über die Psychomotorik und wird durch motorisches Priming in Form stetiger Wiederholung der immer gleichen kleinen Verhaltenssequenzen verstärkt.

 

Der Feedback-Geber spielt hier zugleich den Regisseur und fungiert als Schauspieltrainer, wobei hier natürlich nicht die Schauspielkunst im Vordergrund steht, sondern der Erwerb bestimmter verbaler, paraverbaler und körpersprachlicher Fähigkeiten, die sich im Gehirn etablieren sollen, damit das Gelernte und Etablierte nachfolgend automatisiert abgerufen werden kann, nicht nur auf Basis bewusster-analytischer Prozesse, sondern automatisch aus dem Unterbewusstsein heraus:

 

Wer einmal Judo und damit zum Beispiel das richtige Fallen gelernt hat, wird sich bei Stürzen in seinem weiterem Leben eher selten ernsthaft verletzen. Gleiches gilt für Selbstverteidigungstechniken an sich oder zum Beispiel das stupide Lernen der Tonleiter, um dies als Musiker später für komplexere Musik automatisch abrufen zu können. Auch in Bezug auf Schlagfertigkeit und entsprechende Schlagfertigkeitstechniken ist dieser Automatismus  wichtig - zum Beispiel im Rahmen des Anti-Mobbing-Coachings, weil  hier das Reaktionsvermögen (Reaktionszeit und Authentizität) beim kontroversen Schlagabtausch eine bedeutendere Rolle spielen als Inhalte.         

 

Regelmäßige Verhaltens- und Schauspielübungen führen auch zu einem überzeugenden Auftreten, wobei die Betonung bei "regelmäßig" liegt. Der Klient entfaltet körperliche Präsenz und stimmlichen Ausdruck. Ebenso dienen Verhaltens- und Schauspielübungen dem Ausbau der Fähigkeiten in Mimik, Gestik, Haltung und Bewegung. Die Selbstbild / Fremdbild- Kongruenz wird ebenso gesteigert wie Empathie, Sozialkompetenz und emotionale Selbstkontrolle.

Verhaltens- und Schauspielübungen  verhelfen zu einem souveränen, überzeugenden Auftreten, zu mehr Ausstrahlung, einem besseren Stimm- und Körperausdruck und mehr Selbstbewusstsein. Aufgrund des optimierten Verhaltens erhält man neue positive Rückkopplungen, was sich wiederum auf  Selbstbewusstsein und Selbstwert positiv auswirkt. Hinzu kommt:  Wie wir uns verhalten und auch unseren Gefühlen Ausdruck verleihen, hat einen entscheidenden Anteil an der Wirkung bei unserem Gegenüber und zur Bildung dessen, was man Charisma nennt. 

Weitere Infos zum Thema finden Sie im Fachbereich ib Kommunikation:

Selbstverteidigungs-Training, Konfrontations- und Selbstkontrolle-Übungen als Therapie

Kenntnisse und Übungen in Selbstverteidigung können im Rahmen des Personality Coachings - insbesondere im Rahmen des Anti-Mobbing-Coachings, des Mental-Coachings und des Selbstwert-Coachings sehr hilfreich sein:

Nicht nur in Bezug auf die Steigerung von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, sondern auch in Bezug auf die Wahrnehmung, Kontrolle und Beherrschung des eigenen Körpers und der Psyche in Ausnahmesituationen.

 

Im Anti-Mobbing-Coaching geht es darum, sich zukünftig 

nicht mehr als typisches Opfer zu fühlen und sich unbewusst genauso zu verhalten. Kenntnisse und Erfahrungen in Selbstverteidigung helfen in Bezug auf ein souveränes, selbstsicheres Auftreten. Zudem sind sie nützlich in Situationen, in denen Deeskalation versagt oder von vorne herein nicht möglich ist oder man mit  Kommunikation oder Flucht schlichtweg nicht weiter kommt. 

 

Selbstverteidungs-Übungen (mit oder ohne Waffe) können ausgezeichnet zu therapeutischen Zwecken genutzt werden z.B. zur Steigerung von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, aber auch in Bezug auf die Wahrnehmung und Kontrolle des eigenen Körpers.

 

Genutzt wird dies inklusive verbaler und körperlicher Angriffe auf einen künstlichen Gegner als Symbol von Mobbern und Peinigern  z.B. auch bei der ib Frust-Reaktions-Therapie am Objekt. Dort geht es aber mehr darum, sich mit unangenehmen bis "bösen" Zeitgeistern aktiv auseinanderzusetzen, die ggf. für ein eigenes Psychotrauma verantwortlich sind und negativ und hemmend in uns weiter wirken. Beim mentalen und körperlichen Auspowern werden ungeahnte Kräfte freigesetzt. Ein paar Tränen können ebenfalls fließen. Doch anschließend ist man von bösen Geistern und Ungeziefer im Kopf befreit, geht anders mit der Erinnerung (Erfahrung) um.

 

Selbstverteidigungs-Übungen helfen weiterhin, die Reflexe zu steigern und in Bezug auf eine eventuell gelernte (anerzogene, sozialisierte etc.) Opfer-Rolle umzulernen - oder sich aber mit dieser Rolle zu konfrontieren (Konfrontationstherapie) bzw. vertraut zu machen (Lernspsychologie).  Kenntnisse und Erfahrungen in Selbstverteidigung helfen in Bezug auf ein souveränes, selbstsicheres Auftreten (Persönlichkeitspsychologie). In Bezug auf Mobbing und Mobber ist dies ebenso wichtig wie bei körperlichen Übergriffen. Hier ist mentale Stärke, Selbstbewusstsein und Schlagfertigkeit gefragt. Denn die Mentalität potenzieller Gewalttäter wird immer krasser, ungenierter und unberechenbarer. Wer das nicht verinnerlicht und naiv in dekadenten kindlichen Traum-Phantasien schwelgt, hat in manchen Situationen zumeist bereits im Vorfeld verloren. 

Individuelle Verhaltensjustierung
und Verhaltensübungen

Wem die Zeit für ein regelmäßiges Schauspieltraining fehlt, um bestimmte Denk und Verhaltensweisen zu erlernen, um sie dann später völlig automatisiert abrufen zu können, der kann in kürzerer Zeit wenigstens ganz  bestimmte Verhaltensweisen lernen, um sie dann später im Bedarfsfalle abrufen zu können.

Selbst wenn bestimmte neu gelernte  Verhaltenssequenzen ohne regelmäßige Übungen noch nicht direkt zu einer neuen Persönlichkeit führen, so kann dies doch maßgeblich helfen, um in bestimmten bzw. konkreten Situationen (Ansprache einer Person, Mobbing-Situation, Konter- und Abwehrverhalten, Vorstellungsgespräch etc.) bei Bedarf zu positiv zu punkten oder sich bei Bedarf zu schützen, sich zu verstellen und so ein ggf. unangenehmes, vielleicht sozial inkompetentes oder gar feindlich gesinntes Umfeld zu täuschen, ohne sich selbst komplett verändern zu müssen. Im Anti-Mobbing-Coaching kann dies z.B. besonders wichtig sein, aber eben auch um etwaige Schwächen zu überspielen und einfach anders zu wirken bzw. zu reagieren als man dies sonst von einem erwarten würde.

Der übliche auf unterstellten Narzissmus ausgelegte Möchtegern-Coaching- bzw. Werbespruch "Sei einfach Du!" oder "Bleib so wie du bist" ist hier natürlich völlig fehl am Platze. Aber wir wollen Ihnen ja auch keinen Staubsauger verkaufen, sondern ihr Leben erfolgreicher und angenehmer gestalten. Und dazu hilft es ungemein, sich in manchen Situationen klug und geschickt auf sein Umfeld, auf bestimmte Situationen und Erwartungen einzustellen oder bestimmte Menschen mit einfachen Tricks um den Finger zu wickeln. Auch im Beziehungs- und Sexualleben (siehe Paarberatung) kann es manchmal durchaus nützlich sein, einige Verhaltensweisen, Handgriffe und psychologische Techniken zu nutzen, die das Beziehungs- und Liebesleben einfach viel erfolgreicher gestalten, ebenso die Ansprache potentieller Partner. Ihr Outfit und Styling gehört zum Aussehen und damit zum "Verhalten".    

Gehirnprogrammierung über NLP / PLP

Tiefenpsychologische sowie neuro- und psycholinguistische Umprogrammierung forciert Umlernen und lässt neue und zielführendere Denkmuster und Schaltkreise entstehen. Vorab muss man aber erst einmal an unbewusste Informationen heran und diese bewusst machen. Die Bewusstmachung von Zusammenhängen ist viel Arbeit und nicht selten mit inneren Widerständen verbunden, die aufgelöst werden müssen.

 

Während im Fachgebiet der Psychiatrie chemische Wirkstoffe eingesetzt werden, um das Gehirn zu einem anderen Denken und Verhalten zu führen, wird in der Psychotherapie die Sprache zur Umprogrammierung von Denk- und Handlungsmustern eingesetzt. Mit Hilfe der Psycholinguistik / Neurolinguistik wird diese Umprogrammierung  lediglich forciert und beschleunigt. Die Programmierung (Neuprogrammierung oder Umprogrammierung) wirkt sich nicht etwa nur kurzfristig auf das Denken und Verhalten aus: Vielmehr werden neuronale Prozesse in Gang gesetzt, die auch physisch (über die Herausbildung neuer Gehirnzellen und neuer neuronaler Schaltkreise) auswirken.

   

Einsatzbereiche der Gehirnprogrammierung sind: Ziele erreichen, alte und falsche Denkmuster auflösen, neue Denkmuster entstehen lassen, negative Denkmuster in positive umwandeln, Herausbildung neuer Nervenbahnen und neuer neuronaler Prozesse, Behebung persönlicher Defizite, Stärkung der eigenen Persönlichkeit, Aktivierung / Verstärkung der Selbstheilungskräfte bei Krankheiten, Menschen von etwas (z.B. bestimmten Entscheidungen) abhalten, Menschen zu etwas bewegen, bestimmte Einstellungen hervorrufen (z.B. Zuneigung/Abneigung), Mitarbeiter zu mehr Leistung zu bringen, Erzeugen von Image-Bildern in der Werbung/Eigenwerbung, Abwehr / Lähmung von Gegnern bzw. Angreifern usw.

 

Die Programmierung erfolgt über Sprache in Wort und Schrift, über Bilder, Gesten, Musik. Niemand liegt zwangsläufig auf einer Couch oder wird an komplexe Elektronik angeschlossen. Doch auch diese Techniken bestehen bereits. Sie sind allerdings weniger praktisch. Weitere Infos unter...

Therapeutisches Priming
"Priming" (Bahnung) bezeichnet in der Psychologie die Beeinflussung des Denkens (der Verarbeitung eines Reizes) durch die Aktivierung bereits bestehender Gedächtnisinhalte bzw. vorausgegangener Reize, die zum größten Teil unbewusst erfolgt. Man muss etwas nur stetig wiederholen, dann glaubt man daran und handelt dann automatisch entsprechend.

Priming ist ein Effekt, der in unserem Gehirn stattfindet. Beim Priming legt das Gehirn Spuren an und bereitet so unser Unterbewusstsein, auf dem ca. 95 Prozent unserer Entscheidungen basieren (siehe auch "Emotionssystem") , auf kommende Ereignisse vor. Durch einen Reiz werden in im Gehirn Gedächtnisinhalte aktiviert und  lösen dann aufgrund der bereits im Gehirn gespeicherten früheren Erfahrungen und Erlebnisse dann spezifische Assoziationen aus. So sucht das Gehirn beispielsweise assoziativ passende Inhalte zu einem geprimten Wort.

 

Obwohl dieser Prozess unbewusst abläuft, wird unser Verhalten dadurch beeinflusst, aber auch unsere Gefühle und unser Gedächtnis, in dem andere Informationen verdrängt und / oder überlagert werden. Wenn ein derartiger Reiz (Prime) lange genug präsentiert (geprimt) wird, manifestiert er sich automatisch im Gehirn und steuert von dort aus unsere weiteren Wahrnehmungen, Denkmuster, Gefühle und Entscheidungen. Genutzt wird der Priming-Effekt in der Psychotherapie und im Persönlichkeits-Coaching z.B. durch a) Wiederholung sogenannter Glaubenssätze oder b) wiederholte Ergänzung negativer Aussagen des Klienten/Patienten durch verbalisierte positive Relativierer  wie "bisher" oder "in der Vergangenheit" oder "noch nicht", durch c) wiederholte Umdeutung negativer Aussagen wie "hoffentlich nichts Schlimmes" in positive Formulierungen wie "hoffentlich Gutes", durch d) Hinterfragung negativer Aussagen mit "sondern" oder e) Konkretisierung und Hinterfragung der Klienten-/Patienten-Aussage "immer", "stets" und "ständig". Weitere Infos / Detail zum Thema unter...

Bild-Interpretation

Neben der Interpretation von Bildern  (z.B. Rorschachtest, Picture-Frustration-Test, Häuser-Test, Stühle-Test usw.) sowie der Selbsterkennung auf Bildern durch den Klienten selbst werden in der psychologischen Diagnostik auch die Bilder des Klienten nach entsprechenden Mal-/Zeichenaufgaben interpretiert (z.B. Baum-/Haus-Test) und auf Basis entsprechender Erkenntnisse ausgewertet.

In der Psychologie nutzt man bereits seit langem menschliche Projektionen zur Aufdeckung, Deutung und Bewusstmachung verborgener Gedanken und Gefühle, geheimer Bedürfnisse und Phantasien sowie unterdrückter Hoffnungen und Ängste.

 

Projektion bezeichnet die allgemein verbreitete Neigung, in einem äußeren Objekt (z.B. ein Bild, ein Fleck, eine Wolke, ein Gesicht oder dem Verhalten eines anderen Menschen) Dinge wahrzunehmen, die in Wirklichkeit lediglich das Produkt der eigenen Phantasie sind. Doch dieses Phantasieprodukt, das unserem Unterbewusstsein entspringt, ist sehr ernst zu nehmen. Schließlich öffnet es die Türe in das Unbewusste - und genau das steuert - wie man aus den Neurowissenschaften mittlerweile weiß - an Stelle der angenommenen Logik und Analytik maßgeblich unser Verhalten und unsere Entscheidungen.  

 

Die psychologische Bildinterpretation setzt die Annahme der Existenz einer unbewussten Psyche voraus. Bildinterpretation oder Bilder-Deutung ist daher eine in der Analytischen Psychologie (Tiefenpsychologie) entwickelte Methode zur Interpretation (symbolischer) Bilder. Dazu zählen imaginativ gemalte Bilder oder Zeichnungen nach minimalistischer Vorgabe. Bei der Bildinterpretation werden verschiedene Aspekte des Bildes wie z. B. Farben, Formen, Motive, Proportionen, Zahlen- oder Raumverhältnisse auf ihren symbolischen Gehalt hin untersucht. Die Untersuchung erfolgt unter systematischer Berücksichtigung verschiedener Bewusstseinsfunktionen Empfindung (= Wahrnehmung), Gefühl (= Wertung), Denken (= In-Beziehung-Setzen), Intuition (= Entwicklungen erkennen) und durch Gegenüberstellung von „Hypothese“ und „Gegenhypothese“.

 

Da Bilder unserer Vorstellungskraft (Phantasie) oder bestimmten Denkmustern und Gefühlen entspringen, lassen sie Rückschlüsse auf unsere Persönlichkeit und unsere (verteckten/ vedeckten) Gefühle zu, ebenso auf dass, was in unserem Unterbewusstsein schlummert. Früher diente Bilder-Interpretation als diagnostisches Mittel bei psychischen Erkrankungen, später kam dann der Bezug zur Therapie hinzu. Auch der Psychiater Carl Gustav Jung interpretierte Bilder als Ausdrucksmittel für seelische Zustände und arbeitete damit wohl in seiner persönlichen Auseinandersetzung mit dem Unbewussten wie auch als therapeutisches Mittel. Siehe auch: (Traumdeutung von C.G. Jung) Einen ersten methodischen Ansatz zum Verständnis von „Bildern aus dem Unbewussten“ beschrieb 1969 Jolande Jacobi, eine Schülerin C. G. Jungs, anhand ihrer 20-jährigen Erfahrung mit spontan gemalten Bildern. Dieser Ansatz wurde u.a. von Ingrid Riedel in den 1980er Jahren und von Theodor Abt 2005 großteils bestätigt, vertieft systematischer ausgearbeitet.

 

 

Rorschach-Test
Eine der bekanntesten frühen Bildinterpretationen ist der Rorschach-Test als psychodiagnostisches Testverfahren. Denn spätestens seit der Entwicklung der Psychoanalyse durch Sigmund Freud ist es das Anliegen, nicht nur ein eventuelles psychisches Problem eines Klienten zu verstehen, sondern auch seine Gesamtpersönlichkeit. Damit entstand zugleich der Begriff der Psychodiagnostik. Mit dem Ziel, die gesamte Persönlichkeit ungefiltert und ungeschönt in der Tiefe zu erfassen, hat der Schweizer Hermann Rorschach (1884–1922) ein psychodiagnostisches Testverfahren in Kombination mit einer eigenen Persönlichkeitstheorie entwickelt, das 1921 zum ersten mal veröffentlicht wurde, bis heute verwendet wird und zu den wohl bekanntesten Tests gehört: Der legendäre Rorschachtest oder Rorschach-Test (Rorschach-Formdeuteversuch) gilt als einer der bekanntesten psychologischen Tests und findet seine Anwendung insbesondere in der Psychoanalyse. Der Test basiert auf Wahrnehmung bzw. auf der Individualität der Wahrnehmung,folglich auf dem, wie das Beobachtete bzw. Gesehene als Reiz individuell ausgewertet und interpretiert wird. Die Entschlüsselung und Interpretation von Bildern erfolgt mit Hilfe der Vorstellungskraft (Phantasie) und auf Basis unseres Denkens bzw. der individuellen Denkprozesse in unserem Gehirn.

 


Thematische Auffassungstest (TAT)

Ein ähnlicher Test ist der Thematische Auffassungstest (TAT) oder Apperzeptionstest, kurz TAT genannt. Neben dem Rohrschach-Test handelt es sich um den bekanntesten Projektionstest dieser Art. Beim TAT werden Bilder genutzt, die unterschiedliche Interpretationen erlauben. Diese Interpretationen spiegeln das Bewusstsein und das Unbewusste der Testperson, wobei die Bilder, Gefühle, Themen und Geschichten, die dem Betrachter in den Sinn kommen, breitgefächerte Analysen und Diagnosen zulassen. Der Thematische Auffassungstest wurde 1935 von Henry A. Murray und Christiana D. Morgan entwickelt. Eingesetzt wird er als Persönlichkeitstest oder als Motivationstest z.B. zur Messung von Motiven. Ebenso kann er zur Erkennung tieferliegender Ängste und Störungen eingesetzt werden. Weiterentwickelt wurde der Test u.a. von McClelland (Picture-Story-Exercise PSE), Moulton (1958) und Heckhausen (1963). Bekannt wurde der TAT durch das Handbuch von Wilhelm Revers. Von Revers und Allesch wurden 1985 umfangreiche empirische Befunde und eine neue Version des TAT (TGT-(S) 1985) vorgestellt. Weiterhin wurde der operante Multi-Motiv-Test Osnabrück entwickelt. Darüber hinaus gibt es ein spezielles Testverfahren von Andreas Köhler (ib 2010).