Wissen: Selbstverteidigung

Kein Opfer sein, kein Opfer werden: Selbstverteidigung als sinnvolle Ergänzung zum Konflikt- und Anti-Mobbing-Coaching: Solingen, Düsseldorf, Köln, Wuppertal, Hilden, Haan, Langenfeld, Mettmann, Neuss, Duisburg, Mülheim Ruhr, Bochum, Leverkusen, Ratingen

Ergänzende Infos
zum Personality-, Konflikt-
und Anti-Mobbing-Coaching

Kenntnisse in Selbstverteidigung können im Rahmen des Personality Coachings - insbesondere im Rahmen des Anti-Mobbing-Coachings - sehr hilfreich sein:

 

Nicht nur in Bezug auf die Steigerung von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, sondern auch in Bezug auf die Wahrnehmung und Kontrolle des eigenen Körpers.

 

Schluss mit der Opfer-Rolle!

Hören Sie auf, typisches Opfer zu sein oder Opfer zu werden! Kenntnisse und Erfahrungen in Selbstverteidigung helfen in Bezug auf ein souveränes, selbstsicheres Auftreten - und sind besonders nützlich in Situationen, in denen Deeskalation versagt oder von vorne herein nicht möglich ist und Sie mit Kommunikation oder Flucht schlichtweg nicht mehr weiter kommen. Sich im Notfall selbst verteidigen zu können, ist wichtig. Das Üben solcher Techniken kann auch zu therapeutischen Zwecken genutzt werden.  

 

Was ist Selbstverteidigung?

Selbstverteidigung dient der Vermeidung und die Abwehr von Angriffen auf die seelische oder körperliche Unversehrtheit eines Menschen bezeichnet. Bei der Verteidigung gegen nicht-körperliche Angriffe spricht man von Selbstbehauptung. Die Abwehr eines Angriffes wird erforderlich, wenn Vermeidung und Abschreckung nicht funktioniert haben, sowie in Situationen, die nicht durch Polizei oder Rechtsanwälte geregelt werden können. Zu unterscheiden sind zwei Fälle:

 

A: Bei dem Angreifer handelt es sich um einen Fremden und es handelt sich um einen einmaligen, akuten Angriff.
Dann ist das wichtigste Ziel, Hilfe zu bekommen und die Situation entweder zu beenden oder ihr zu entkommen.

B: Bei dem Angreifer handelt es sich um einen Verwandten oder einen Bekannten z.B. einen Mitschüler, den man bereits kennt, wobei sich der Angriff auch über einen längeren Zeitraum erstrecken kann. Hier ist Entkommen oft schwieriger,
zum Beispiel für Kinder oder Menschen, die sich in einer finanziellen Abhängigkeit befinden. 


Notwehr

Unter den juristischen Begriffen Notwehr und Nothilfe sind Maßnahmen zusammengefasst, die einen gegenwärtigen und rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abwenden. Darunter fällt auch der Schutz von Gegenständen und anderen Rechtsgütern. Angriffe, die nicht strafbewehrt sind oder deren Strafverfolgung durch Behörden aus praktischen Gründen nicht möglich ist, werden vom Notwehrbegriff nicht abgedeckt (Beispiel: Mobbing). Im Prinzip gilt: Die Art und die Ausführung der Verteidigung muss so gewählt werden, dass der Angriff sicher und endgültig abgewendet werden kann.

Bei mehreren Möglichkeiten soll prinzipiell die mildeste Variante gewählt werden. Der Verteidigende muss jedoch kein Risiko eingehen, wenn ein weniger schweres Mittel nicht mit Sicherheit zum Erfolg führt. Im Gegensatz zum populären Irrglauben sind die Auswirkungen der Notwehrhandlung auf den Angreifer irrelevant; weder ist ein Abwiegen von gesundheitlichen Schäden beim Angreifer erforderlich, noch sind Verletzungen des Angreifers, die aus der Notwehrhandlung resultieren, strafbar. Die Flucht muss einem Verteidiger nicht zugemutet werden. Es gilt der Grundsatz: „Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen.“

 

Beispiele für Notwehrsituationen

Bedrohung und Nötigung (z.B. Androhung von Gewalt)

Sexuelle Nötigung (Unterschieden wird zwischen sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch)

Einbruch bzw. Hausfriedensbruch

Mobbing: Unterschieden werden muss hier zwischen körperlichem Mobbing (Drängen in eine Ecke, Herumschubsen oder zu Boden zwingen) und psychischen Mobbing (Beleidigungen, Verleumdung, Verbreitung falscher Tatsachen)

Körperlicher Angriff

 

Kampfsport und Selbstverteidigung

Die meisten Kampfsportarten basieren auf festen Regeln. Die gibt es bei echten Angriffen (z.B. auf der Straße) aber nicht. Die geistige Grundausrichtung der Kampfsportarten, einen gleich starken Partner zu besiegen und diesen nicht zu schädigen, gibt es bei echten Selbstverteidigungssituation nicht. Zumeist will ein Angreifer das Opfer unterdrücken, verletzen oder töten. In realistischen Abwehrsituationen herrscht daher von vornherein ein Machtgefälle: Der Angreifer ist stärker/zahlreicher als der Verteidiger. Dennoch sind verschiedene Kampfsport-Techniken auch im Ernstfall einsetzbar. Insbesondere Vollkontakterfahrung durch Kampfsport-Übungen können sich in Notsituationen als hilfreich erweisen.

 

Kampfkunst als Selbstverteidigung

Der Begriff Kampfsport ist zu unterscheiden von Begriff Kampfkunst. Letzeres setzt in der Regel ein jahrelanges Studium / Training der Kampfkünste (Wing Chun, Aikido, Karate, Taekwondo, Jiu Jitsu, Judo) voraus. Unter den genannten Kampfkünsten ist Taekwondo inzwischen zur olympischen Disziplin und Karate zu einer vom IOC anerkannten Sportart geworden. Soll eine Kampfkunst nach sportlichem Maßstab ausgeführt werden, müssen Reglementierungen getroffen und darin bestimmte Techniken von vornherein ausgeschlossen werden, um eine unmittelbare Schädigung des Gegners zu verhindern, z. B. der Tiefschlag beim Boxen oder Faustschläge ins Gesicht beim olympischen Taekwondo.

 

Spezielle Selbstverteidigungssysteme

Spezielle Selbstverteidigungssysteme wurden mit der alleinigen Ausrichtung auf Selbstverteidigung geschaffen. Ihnen fehlt der künstlerische und spirituelle Anspruch einer Kampfkunst. Sie soll möglichst effizient und effektiv und auf realistische Situationen ausgerichtet sein. Oft haben derartige Systeme einen militärischen Hintergrund (Nahkampf). Sie sind darauf ausgerichtet, den Schülern möglichst schnell grundlegende Selbstverteidigungsfähigkeiten zu vermitteln. Dazu zählt z.B. "Krav Maga" oder z.B. das Mastro Defense System

 

Selbstverteidigungs-Übungen zur therapeutischen Zwecken 
Selbstverteidungs-Übungen können auch zu therapeutischen Zwecken genutzt werden z.B. zur Steigerung von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, aber auch in Bezug auf die Wahrnehmung und Kontrolle des eigenen Körpers.

Selbstverteidigungs-Übungen helfen, die Reflexe zu steigern und in Bezug auf eine eventuell gelernte (anerzogene, sozialisierte etc.) Opfer-Rolle umzulernen - oder sich aber mit dieser Rolle zu konfrontieren bzw. vertraut zu machen.  Kenntnisse und Erfahrungen in Selbstverteidigung helfen in Bezug auf ein souveränes, selbstsicheres Auftreten.

 

Sinkende Hemmschwelle und Mentalität der Täter

Aufgrund der Einflüsse der Medien und immer höherer, politisch gewollter und von der Justiz umgesetzter falscher "Toleranz" in Bezug auf bestimmte Täter und "Akzeptanz" bestimmter Straftaten sinkt die Hemmschwelle aggressiver Menschen immer mehr - und das bei steigender Selbstermächtigung und Aggressivität. Gewalt in Filmen und Online-Spielen zählen ebenso zu den Ursachen, warum die Hemmschwelle stark gesunken ist. Die Anzahl körperlicher Übergriffe ist deutlich angestiegen, insbesondere die Zahl von Messerangriffen (allein in Österreich um 400 Prozent). Aufgrund ihrer Mentalität (durch Charakter, Erziehung, soziale Einflüsse) schrecken immer mehr Gewalttäter auch vor der Herbeiführung lebensgefährlicher Verletzungen oder vor Tötungen nicht zurück. Wer einem derartigen Täter gegenübersteht, hat bereits von seiner Mentalität her schlechte Karten. Nicht immer gelingt die Flucht oder die Deeskalation. Unzählige Aggressoren warten nur darauf, ein Opfer zu finden, um sich an ihm abzureagieren, auch an Schulen.

 

Bevor Sie zum Opfer werden,...

...sollten Sie lernen, sich im Notfall wehren zu können. Helfen tut Ihnen zumeist niemand. Die meisten Passanten reagieren bei beobachteten Angriffen nicht. Sie schauen zu, ergreifen die Flucht, sind zumeist hilflos. Zudem wirkt hier der Effekt der pluralistischen Ignoranz bzw. der sogenannte Bystander-Effekt. Viele Menschen haben zudem Angst vor solchen Tätern, die sie als Autoritäten akzeptieren, auch weil sie wissen, dass derartige Täter juristisch selten ernstzunehmende Konsequenzen zu tragen haben und zudem fast immer wieder auf freien Fuß gesetzt werden. 

 

Zu wissen, wie man sich in Notsituationen gegen bösartige Angreifer - über die kommunikative Abwehr hinausgehend - selbst verteidigen kann, ist wichtig und verschafft zudem mentale Stärke, Selbstbewusstsein und ein sicheres Auftreten. Allein das kann helfen. Samy Molcho: »Ihr könnt nicht anders sprechen, als ihr euch bewegt« Zu den weiteren Vorteilen zählt die Verbesserung der Selbstwahrnehmung und Fremdeinschätzung, die Steigerung der emotionalen Selbstkontrolle sowie die Entfaltung der körperlichen Präsenz. 

 

Video-Links als Beispiel

Wir haben für Sie hier einige ausgesuchte Video-Links zusammengestellt, wo derartiges Wissen unserer Auffassung nach sehr pragmatisch und konstruktiv vermittelt wird. Hier geht es nicht etwa um "Kampfsport", sondern um, in der Praxis anwendbare Techniken, die in der Realität auf der Straße auch tatsächlich helfen können. Derartige Techniken gehören mit zum Anti-Mobbing Coaching, wo es in erster Linie um das mentale Training, das Verhaltens-Training sowie wenige eingeübte Standard-Automatismen geht.

Video-Training (Ausgesuchte Links)

Verteidigung ohne Fäuste

Selbstverteidigung in Notsituationen. So maximieren Sie sofort Ihre Kraft: Wehren Sie sich nie mit Fäusten

Focus.de

 

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Einfache Grundhaltungen und Grundtechniken - Erfahrungen aus der Praxis eines Ex-Türstehers

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Verschiedene effektive Techniken

Padman Sports / YouTube.com

 

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Ahmet Kaydul sagt was zu tun ist!

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"Wenn böse Jungs immer böser werden" Rafael McStan testet Krav Maga bei der Fit & Sicher Akademie Umbach. Krav Maga findet Einsatz beim israelischen Militär und hilft bei der Entwaffnung bewaffneter Täter. Motto: Die Realität ist die Straße 

Rafael McStan / YouTube.com

 

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Selbstverteidigung auf der Straße ist ein wichtiges Thema heutzutage. Doch wie kann man sich wehren, auch ohne Kampfsport- bzw. Kampfkunst-Kenntnisse? Eine Sensibilisierung

Kampfkunst Lifestyle & Michael Smolik / YouTube.com

 

Die vier gängigsten Angriffe auf der Straße

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Nicht lange zögern! "Wann für mich der Spaß aufhört"

Padman Sports / YouTube.com

 

Psychologie: Angst und Umgang damit

Angst vor Konflikten bevorstehenden körperlichen Auseinandersetzungen und Umgang damit

Padman Sports / YouTube.com

Kritisches

 

Warum die meisten Messer-Abwehr-Techniken auf der Straße nicht funktionieren

Padman Sports / YouTube.com

 

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Padman Sports / YouTube.com

 

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