Warum sich manche Menschen zu Problem-Partnern hingezogen fühlen
Partnerwahl & Anziehung bestimmter Partner-Typen. Warum bestimmte Menschen (auch wiederholt) bestimmte Partner auswählen, die ihnen nicht gut tun und ihnen ggf. sogar schaden. Die unsichtbare Macht des Unbewussten bei der Partnerwahl. Toxische Beziehungen aufgrund toxischer Anziehung.
Einleitung
Die Anziehung zu problematischen Partnern wird unter dem Begriff "Toxic attraction" beschrieben. Sie umfasst die Dynamik, bei der Menschen ein bestimmtes Muster bei der Partnersuche und Auswahl verfolgen - und trotz deutlicher Warnsignale, grundlegender Unterschiede oder schädlicher Verhaltensweisen in Beziehungen an diesem ihrem Muster festhalten.
Ein Blick in die Psychologie der unbewussten Anziehung
Viele Menschen kennen dieses Muster: Immer wieder entsteht Anziehung zu Partnern, die sich später als schwierig, bindungsunfähig oder gar destruktiv erweisen. Besonders auffällig scheint dieses Phänomen bei Frauen zu sein, die sich – oft trotz besserem Wissen – zu bestimmten „Problem-Charakteren“ hingezogen fühlen: Zu schwachen, abhängigen Männern, zu dominanten, kontrollierenden Partnern oder zu jenen, die mit Status, Geld und Stärke glänzen, aber innerlich unnahbar bleiben.
Warum wählen bestimmte Menschen (auch wiederholt) bestimmte Partner-Typen aus, die völlig entgegengesetzt zu ihrem eigenen Typus sind? Warum wählen bestimmte
Menschen (auch wiederholt) bestimmte Partner-Typen aus, die ihnen nicht gut tun und ihnen ggf. sogar schaden? Warum erfolgt nach jeder Trennung das gleiche Muster – nur in
neuer Gestalt? Warum wiederholt sich das? Warum sind wir bei der Auswahl toxischer Partner ohne psychologische Arbeit immun gegen jede Logik und Vernunft?
Wenden wir uns zur Erklärung dieses Phänomens und Systems bei der Partnersuche und Partnerwahl zu: Der unsichtbaren Macht des Unbewussten bei der Partnerwahl und toxische Beziehungen aufgrund toxischer Anziehung.
01. Die unsichtbare Macht des Unbewussten
Unsere Partnerwahl ist selten rational. Sie folgt unbewussten Mustern, die tief in unserer psychischen Biografie verwurzelt sind. Sigmund Freud beschrieb diesen Mechanismus bereits 1914 als „Wiederholungszwang“ (repetition compulsion). Menschen neigen dazu, alte, ungelöste Konflikte in neuen Beziehungen zu reinszenieren – in der unbewussten Hoffnung, sie diesmal zu „heilen“ (Freud, *Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten*).
Beispiel: Eine Frau, deren Vater emotional distanziert war, fühlt sich unbewusst zu Männern hingezogen, die ihr vertrautes Gefühl von Unerreichbarkeit reproduzieren. Die unbewusste Logik lautet: "Vielleicht gelingt es mir diesmal, geliebt zu werden." Doch statt Heilung folgt Wiederholung – das alte Gefühl von Mangel kehrt zurück.
02. Frühe Bindungserfahrungen als Beziehungsskript
Die Bindungstheorie von John Bowlby (1969) und Mary Ainsworth (1978) liefert hierfür ein zentrales Fundament.
Sie zeigt, dass unsere frühen Erfahrungen mit Nähe, Sicherheit und Verlässlichkeit ein inneres Arbeitsmodell prägen – eine Art „Beziehungsbrille“, durch die wir später Partnerschaft erleben.
Menschen mit sicherem Bindungsstil können Nähe zulassen und Autonomie wahren.
Ängstlich-ambivalente Typen neigen zu Verlustangst, klammern sich und idealisieren Partner.
Vermeidende Persönlichkeiten wahren Distanz, ziehen sich zurück, wenn es emotional wird.
Trifft jemand mit starkem Nähe-Bedürfnis auf jemanden mit Vermeidungsstrategie, entsteht ein magnetischer Tanz der Gegensätze– Nähe, Rückzug, Drama. Schmerzhaft, aber vertraut.
Neuere Forschungen (z. B. Mikulincer & Shaver, 2016) zeigen, dass diese Bindungsdynamiken neurobiologisch verankert sind und sich ohne bewusste Arbeit bzw. Bewusstseins-Arbeit kaum verändern.
03. Spiegelungen und Schatten – Wenn Gegensätze sich „ergänzen“
Warum fühlen sich Gegensätze so stark an? Die Psychoanalyse spricht von **projektiver Identifikation** (Melanie Klein, 1946): Menschen lagern unbewusste Persönlichkeitsanteile in andere aus. Der Partner verkörpert dann etwas, das man selbst nicht leben darf oder kann.
Eine „starke“, kontrollierende Frau fühlt sich zu einem „schwachen“ Mann hingezogen, weil er den Teil ihrer selbst lebt, den sie verdrängt: Bedürftigkeit, Hilflosigkeit. Eine unsichere Frau sehnt sich nach einem dominanten Mann, weil er ihr eigenes unentwickeltes Machtgefühl spiegelt. Der andere wird zum "Spiegel des Unbewussten", zur Bühne unserer inneren Polaritäten (C. G. Jung nannte dies die Projektion des „Schatten“).
04. Wenn das Drama belohnt wird – Neurobiologie der Anziehung
Intensive, konfliktreiche Beziehungen wirken biochemisch wie eine Droge. Wechsel zwischen Nähe und Rückzug aktivieren das dopaminerge Belohnungssystem – dieselben neuronalen Bahnen, die auch bei Suchtprozessen beteiligt sind (Fisher et al., 2010).
Für Menschen, die in der Kindheit inkonsistente oder ambivalente Bindung erlebten, ist das Nervensystem an "Unsicherheit als Normalität" gewöhnt. Stabile, verlässliche Partner wirken dann „langweilig“, während die emotionale Achterbahn der „Problem-Beziehung“ als aufregend empfunden wird. Das ist keine bewusste Entscheidung, sondern ein neurobiologisch erlerntes Reaktionsmuster.
05. Selbstwert, Identität und Beziehungswahl
Unsere Partner spiegeln nicht nur alte Bindungserfahrungen, sondern auch unser Selbstkonzept. Die Sozialpsychologie (z. B. Swann, 1983) spricht von der "Selbstbestätigungstheorie": Menschen suchen Beziehungen, die ihr Selbstbild – auch wenn es negativ ist – bestätigen.
Wer tief im Inneren glaubt, „nicht genug“ zu sein, fühlt sich oft zu Partnern hingezogen, die diesen Glauben unbewusst bestätigen: durch Abwertung, Distanz oder emotionale Kälte. Das erzeugt paradoxerweise Stabilität – man bleibt im vertrauten Gefühl.
Andere wiederum suchen kompensatorisch Partner, die sie „aufwerten“: starke, bewunderte Persönlichkeiten, mit denen man sich selbst größer fühlt. Beide Varianten beruhen auf einem unsicheren Selbstwert, der das Außen braucht, um sich zu regulieren.
06. Masochistische Züge, Borderline‑Strukturen und toxische Anziehung
In vielen psychologisch‑klinischen Betrachtungen wird deutlich, dass das Phänomen, warum sich Menschen trotz eindeutiger Warnsignale zu Partnern hingezogen fühlen, die ihnen nicht guttun, nicht allein mit Bindungs‑ oder Kompatibilitätsfaktoren erklärbar ist. Ein starker zusätzlicher Faktor ist das Zusammenspiel von masochistischen Tendenzen mit Persönlichkeitsmerkmalen, wie sie bei der Borderline‑Persönlichkeitsstörung häufig auftreten.
Masochismus im weiteren Sinn bezieht sich hier nicht nur auf den klassischen sexuellen Masochismus, sondern auf ein Muster, in dem das eigene Leid, die eigene Bestrafung oder Selbstabwertung eine Rolle spielen — etwa indem Menschen unbewusst Beziehungen wählen, die eigene Verletzlichkeit, Selbstvernachlässigung oder subjektives „Verdienen“ von Schmerz, Pech, Schäden, Nachteilen aktivieren.
Bei Personen mit Borderline‑Zügen kommt hinzu, dass sie häufig unter intensiver Angst vor Verlassenwerden, starken Stimmungsschwankungen, Impulsivität und chronischer Instabilität leiden. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Selbstbestrafung (z. B. sich selbst Vorwürfe machen, bewusst in destruktiven Situationen bleiben) bei BPS deutlich häufiger vorkommt als bei anderen Personengruppen.
Verknüpfung mit toxischer Anziehung:
Um sich selbst zu bestrafen, sich selbst Vorwürfe machen zu können und destruktive Situationen zu erfahren, die sie unbewusst anstreben, suchen sich solche Persönlichen einen Partner, der diese negativen Erfahrungen und Bestätigungen ermöglicht. Menschen mit masochistischen oder selbstbestrafenden Tendenzen neigen dazu, Partner – bewusst oder unbewusst – auszuwählen, die das eigene Leid, die eigene Unsicherheit oder Selbstabwertung spiegeln.
In der Dynamik entsteht eine Anziehungskraft durch die Spannung, die Verwundbarkeit und das subjektive „Verdienen“ von Liebe oder Anerkennung durch Leiden.
Bei der Borderline‑Persönlichkeitsstörung kann dieses Muster verstärkt sein: Die Person sucht Nähe, erlebt sie aber oft als bedrohlich oder instabil, wodurch sie sich wiederum in Beziehungen begibt, die ambivalent, traumatisch oder dysfunktional sind. Diese „toxische Anziehung“ entsteht aus dem Mix von Bindungstrieb und Selbstvernichtungstendenz.
Eine Beziehung erscheint dann attraktiv, obwohl objektive Warnsignale vorhanden sind, gerade weil das Leid‑/Selbstbestrafungsmuster aktiviert wird: Der Partner „verdient“ – oft unbewusst – das eigene Bleiben oder die eigene Hingabe trotz oder gerade wegen der Probleme. So wird die Inkompatibilität nicht als Warnsignal erlebt, sondern als Ausdruck von Selbst‑ oder Beziehungsmuster, das vertraut ist.
Psychodynamische Hintergründe:
Frühere Erfahrungen (z. B. Missbrauch, Vernachlässigung, instabiler Elternbezug) können dazu führen, dass Beziehungen mit Leid‑ oder Opferanteil internalisiert werden. Das „Ich verdiene nichts anderes“ wird so zur unbewussten Prämisse.
Masochistische Verteidigungsformen:
Der masochistische Modus (“Ich lasse mich verletzen, weil ich es verdient habe / weil ich mich nicht schützen kann”) schützt gleichzeitig vor dem Risiko, real geliebt und gesehen zu werden – denn dann müsste ich meinen Selbstwert hinterfragen.
Selbstbestrafung als Affektregulation:
Studien zeigen, dass bei BPS Selbstbestrafung eine Strategie ist, negative affektive Zustände (Scham, Wut, Leere) zu regulieren.
Fazit für das Thema „Toxic Attraction“:
Wenn eine Person mit solchen masochistischen oder selbstbestrafenden Anteilen eine Partnerwahl vornimmt, die primär auf Anziehung zu Leid, Unterlegenheit, Anpassungsdruck oder „ich verdiene nichts Besseres“ basiert, entsteht eine toxische Anziehung: Der Partner erscheint trotz – oder gerade wegen – seiner problematischen Eigenschaften attraktiv.
Der Unterschied zu einer gesunden Anziehung liegt darin, dass langfristige Kompatibilität, Selbstrespekt und Gleichwertigkeit nicht die Basis sind. Stattdessen liegt die Basis in inneren Mustern von Selbstvernachlässigung und Bedürfnis nach Bestrafung.
Typologien und Reflexionsfragen bei masochistischer Anziehung:
a) Der selbstbestrafende Beziehungstyp
Charakteristik:
Sucht Partner, die Leiden, Unzuverlässigkeit oder emotionale Kälte ausstrahlen.
Unbewusst dient dies der Selbstbestrafung und bestätigt negative Selbstbilder („Ich verdiene es nicht, glücklich zu sein“).
Typische Dynamik:
Intensive Anziehung zu problematischen Partnern trotz Warnsignalen; Wiederholung von Beziehungsmustern aus Kindheit/Jugend.
b) Der Retter- bzw. Helfertyp
Charakteristik:
Fühlt sich zu Partnern hingezogen, die „gerettet“ oder „geheilt“ werden müssen.
Die Anziehung entsteht aus dem Impuls, eigene Wertigkeit durch Fürsorge zu bestätigen.
Typische Dynamik:
Übernahme von Verantwortung für Probleme des Partners, Vernachlässigung eigener Bedürfnisse, emotionale Erschöpfung.
c) Der traumatische Spiegeltyp
Charakteristik:
Partner werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu früheren Beziehungstraumata ausgewählt,
z. B. instabile Bindungspersonen, emotionale Ablehnung oder Missachtung.
Typische Dynamik:
Wiederholung von bekannten Schmerzmustern, oft mit dem Gefühl „das ist normal“, obwohl objektiv ungesund.
d) Der „Kick des Leidens“-Typ
Charakteristik:
Die Spannung, das Risiko oder die Instabilität der Beziehung erzeugt eine Art masochistischen Nervenkitzel.
Typische Dynamik:
Anziehung entsteht aus der emotionalen Intensität; rationale Warnsignale werden ignoriert.
Reflexionsfragen für Betroffene:
- Welche wiederkehrenden Muster lassen sich in meinen bisherigen Beziehungen erkennen?
- In welchen Situationen habe ich bewusst oder unbewusst Beziehungen gewählt, die mich verletzen oder einschränken?
- Welche Anteile meiner Selbstwahrnehmung oder Selbstbewertung könnten die Auswahl problematischer Partner begünstigen?
- Wo habe ich gelernt, dass Liebe oder Aufmerksamkeit an Leistung, Anpassung oder Leid gekoppelt ist?
- Wie könnte ich gesunde Grenzen, Selbstfürsorge und gleichwertige Beziehungen in meinem Leben fördern?
Praktischer Nutzen:
Diese Typologien und Reflexionsfragen dienen dazu, die unbewussten Dynamiken hinter „Toxic Attraction“ sichtbar zu machen. Sie bieten Betroffenen eine erste Orientierung, um Muster zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und gegebenenfalls therapeutische Unterstützung oder Coaching gezielt zu nutzen.
07. Toxic Attraction und Fetische: Wenn sexuelle Vorlieben toxische Beziehungen fördern
Ein Aspekt, der im konkreten Kontext nur selten beleuchtet wird, ist die Rolle von Fetischen bei der Partnerwahl – also von sexuellen Vorlieben oder fixen Reizen, die bestimmte Objekte, Körpermerkmale, Berufe oder Verhaltensweisen betreffen.
Fetische können ein starkes Anziehungs- und Belohnungssystem aktivieren, ähnlich einer Sucht. Manchen Menschen ist dieses Anziehungs- und Belohnungssystem sowie das entsprechende Suchtpotential bewusst, den meisten Menschen aber nicht. Sie werden von unbewussten Denk- und Entscheidungsmustern gesteuert.
Wer einen Partner primär nach einem Fetisch auswählt – sei es die Vorliebe für bestimmte Körpermerkmale, bestimmte Berufe oder Positionen im eigenen Job-Geflecht oder andere Attribute –, wählt häufig jemanden, der in charakterlicher, intellektueller oder sozialer Hinsicht nicht automatisch kompatibel ist.
In den meisten Fällen wird mit Rücksichtnahme auf die Macht des Fetischs, der bei der Partnerwahl dann unbewusst an erster Stelle steht, mit einem inkompatiblen Partner Vorlieb genommen; die Chance, einen Fetisch-kompatiblen Partner zu finden, der zugleich von dessen Charakter und sonstigen Formaten her kompatibel ist, ist statistisch extrem gering.
Die anfängliche sexuelle Erregung und das unmittelbare Lustempfinden wirken stark stimulierend. Dies wird durch die charakterliche Inkompatibilität sogar noch verstärkt, weil sich der Fetischist bzw. die Fetischistin dann in sexueller Hinsicht noch mehr ausleben kann, da er oder sie sich dann freier, ungebundener fühlt und weniger Rücksicht bim Ausleben ihrer Sexualität nehmen muss.
Gleichzeitig sind diese Beziehungen aber oft kurzlebig, konfliktreich oder psychisch belastend, weil die grundlegende Passung fehlt und das etwaige Bemühen um Anpassung nicht selten mit starken kognitiven Dissonanzen einhergeht. Manchmal kommt es zu einem Mix aus sexueller Wollust hinsichtlich des Fetischs und Ekel bezüglich inkompatibler Merkmale, was zu starken inneren Konflikten und Schamgefühlen - ggf. sogar einem Ekel vor sich selbst - einhergeht.
Dabei kann Fetischismus bewusst oder unbewusst wirken. Manche Menschen erkennen ihre Vorliebe und handeln ihr bewusst nach, während andere durch mediale Prägung oder soziale Einflüsse eine fixierte Idee entwickeln. Klassische Konditionierung, Nachahmung und soziale Bestätigung verstärken diese Vorlieben und machen sie zu einem wichtigen, oft überbewerteten Auswahlkriterium in Partnerschaften.
Fetische sind dabei nicht per se problematisch. Sie werden problematisch, wenn sie das ausschließliche oder dominierende Kriterium für Partnerwahl darstellen. Die Folge ist eine Form toxischer Anziehung, die sich in mehreren Ebenen zeigt:
a) Kurzfristige sexuelle Stimulanz vs. langfristige Anpassung:
Der unmittelbare sexuelle Reiz kann starke Anziehung erzeugen. Langfristig führen jedoch gravierende Unterschiede in Werten, Interessen oder Lebenszielen zu Konflikten, Enttäuschungen und
Beziehungsstress.
b) Verdrängung und Ablenkung:
Fetische können als Mittel dienen, tieferliegende emotionale Bedürfnisse oder Unsicherheiten zu kompensieren. Insbesondere narzisstische Persönlichkeiten nutzen Fetische, um fehlende Anerkennung
zu kompensieren und emotionale Leere zu überbrücken.
c) Soziale Isolation oder Anpassungsdruck:
Wer seine Partner primär nach Fetischen auswählt, kann sich in Beziehungen wiederfinden, in denen soziale Normen, Gruppenzugehörigkeit oder intellektuelle Ebene stark divergieren. Dies erfordert Anpassung und führt zu Frustration, wenn die Diskrepanz zwischen Sexualität und Alltagskompatibilität zu groß wird.
d) Dynamik toxischer Beziehungsmuster:
Die Fixierung auf Fetische kann wiederkehrende Beziehungszyklen fördern: Intensive Anziehung – kurze sexuelle Befriedigung – Konflikte – Trennung oder Distanz – neue Suche nach einem
Fetischpartner. Dies entspricht typischen Mustern toxischer Anziehung.
Die Psychologie des Fetischismus zeigt, dass es sich nicht nur um eine harmlose Vorliebe handelt. Fetische können sowohl bewusst als auch unbewusst die Partnerwahl dominieren, und in Kombination mit Persönlichkeitsmerkmalen wie Narzissmus, starkem Anpassungsdrang oder Suchtanfälligkeit kann daraus eine **hochgradig toxische Beziehungsmuster** entstehen.
Wer sich ausschließlich von Fetischen leiten lässt, riskiert mittel- bis langfristig emotionale Probleme. Die sexuelle Anziehung wirkt kurzfristig stark stimulierend, langfristig jedoch belasten die Unterschiede in Werten, Lebensstilen oder Persönlichkeiten die Beziehung. Die toxische Anziehung wird damit zu einer Kombination aus sexueller Sucht, sozialem Druck und emotionaler Fehlanpassung. Ein bewusster Umgang mit eigenen Fetischen, Selbstreflexion und die Beachtung der langfristigen Kompatibilität können helfen, toxische Muster zu erkennen und zu vermeiden.
Weitere Infos: Wissen Fetischismus
08. Massive externale Fokussierung als Mechanismus für Toxic Attraction
Eine weitere Erklärung für Toxic Attraction bzw. die Anziehung zu Partnern, die für einen selbst problematisch sind, liegt im Phänomen der massiven externalen Fokussierung, was auf eine Menschen zutrifft. Konkret geht es hier um das überidealisierte Andersartige:
Menschen mit starker externaler Fokussierung richten ihre Aufmerksamkeit und Wertschätzung auf alles, was fremd, fremdländisch und möglichst anders ist als das eigene gewohnte Umfeld, die eigene Kultur usw. In der Partnersuche kann dies zu einer übermäßigen Idealisierung von Partnern führen, die kulturell, äußerlich oder sozial stark abweichen – selbst wenn objektive Warnsignale vorhanden sind.
Diese Idealisierung kann wie ein Fetisch wirken: Der Partner wird primär für seine Andersartigkeit attraktiv, nicht für eine gesunde Kompatibilität. Gleichzeitig werden eigene Werte, Bedürfnisse oder nahe Bezugspersonen abgewertet oder ignoriert. Dies reduziert die Wahrnehmung von Risiken und Konfliktpotenzial in der Beziehung, was die Bindung an problematische Partner erleichtert.
Psychologische Dynamik:
Massive externale Fokussierung kann eine Flucht aus der Realität darstellen, eine Ablenkung von Selbstwertproblemen oder inneren Konflikten. Der Reiz des Fremden und Unbekannten erzeugt einen psychischen „Kick“, der bei manchen Menschen die Anziehung zu toxischen Partnern verstärkt.
Wechselwirkung mit Fetischismus und masochistischen Mustern:
Die Mischung aus Idealisierung des Fremden, Abwertung des Eigenen und emotionaler Spannung erzeugt ein Muster, das sexuelle, emotionale und psychologische Anziehung gleichzeitig verstärken kann. Dies erklärt, warum Betroffene trotz negativer Erfahrungen wiederholt problematische Partner wählen: Es entsteht ein Kreislauf von Anziehung, Frustration und erneuter Idealisierung.
Zusammenfassung:
Massive externale Fokussierung kann ein Schlüsselmechanismus hinter Toxic Attraction sein: Sie lenkt Aufmerksamkeit auf das Andersartige, verstärkt Idealisierungen und unterdrückt Warnsignale, wodurch problematische Beziehungen begünstigt werden.
09. Toxische Anziehung und die Macht narzisstisch-perverser
Persönlichkeiten
auf klassische Narzissten-Opfer-Typen
Narzisstische und narzisstisch-perverse Persönlichkeiten üben auf bestimmte Menschen eine fast magische Anziehungskraft aus. Diese Faszination entsteht selten zufällig – sie beruht auf einer tiefen psychologischen Dynamik zwischen zwei komplementären Persönlichkeitsstrukturen: dem narzisstischen Verführer und dem empathisch-resonanten Partner.
Nicht jeder Mensch reagiert gleich stark auf narzisstische Anziehung. Besonders gefährdet sind Persönlichkeiten mit Besonders anfällig für das Geraten in den Anziehungsbann von Narzissten sind „spiegelkompatible“ Partner-Typen bzw. Menschen mit folgenden Merkmalen:
Besonders empathische Menschen, mit dem Wunsch, andere zu verstehen, ihnen zu helfen oder andere zu „heilen“ (Helfer-Syndrom), Menschen mit einem unsicherem Selbstwertgefühl, das externe Bestätigung sucht. Menschen mit der frühkindlichen Erfahrung emotionaler Unverfügbarkeit aufgrund unberechenbarer Bezugspersonen, Menschen mit masochistischen und co-abhängigen Persönlichkeitsanteilen und Personen mit Borderline-Zügen, die intensive, wechselhafte Beziehungen suchen, um ihre emotionale Leere zu füllen.
Diese Menschen geraten leicht in das sogenannte Trauma-Bonding: eine ungesunde emotionale Bindung, die aus der Kombination von intermittierender Belohnung (Zuwendung – Entzug – Zuwendung) und psychischem Stress entsteht. Das Gehirn reagiert auf diese Wechselwirkung ähnlich wie auf eine Sucht. Dies, obgleich eine Partnerschaft mit Narzissten immer wieder die gleichen Merkmale zeigt, die sich von der Anziehungsphase bis zur Kehrseite stark verändern:
Die Anziehungsphase – das Glanzbild des Narzissten
Zu Beginn erscheinen Narzissten oft charismatisch, selbstbewusst, aufmerksam und geradezu hingebungsvoll. Sie spiegeln dem Gegenüber genau das, was dieses am meisten ersehnt: Anerkennung, Wertschätzung, Bedeutsamkeit.
Durch übermäßige Zuwendung, Komplimente, Hilfsbereitschaft und ein hohes Maß an Präsenz entsteht ein emotionales Hochgefühl – eine Art psychologische Euphorie, die Bindung und Vertrauen in Rekordzeit aufbaut.
Dieses Verhalten ist jedoch strategisch: Es dient der Einbindung und psychologischen „Verzahnung“ des Opfers. In der Psychotraumatologie spricht man hier vom Love Bombing – der idealisierenden Überstimulanz am Anfang einer Beziehung, die später als Kontrollmechanismus umschlägt.
Die Kehrseite – Entwertung, Kontrolle und psychologische Zersetzung
Sobald der narzisstisch-perverse Partner die emotionale Abhängigkeit seines Gegenübers gesichert hat, verändert sich das Verhalten dramatisch. Das liebevolle Glanzbild weicht Kälte, Gereiztheit, Überheblichkeit, emotionaler Distanz und gezielten Demütigungen. Typisch sind:
- Abwertung und Herabsetzung (oft subtil oder als „Scherz“)
- Gaslighting – das systematische Infragestellen der Wahrnehmung des Partners
- Umkehr von Schuld und Verantwortung
- Kontrolle über soziale Netzwerke – bis hin zu Isolationsstrategien
- Spaltung (Idealisation – Devaluation – Discard)
Diese Dynamiken sind keine zufälligen Stimmungsschwankungen, sondern psychologisch verankerte Strategien zur Aufrechterhaltung von Macht und Kontrolle. Dahinter steht oft ein inneres Muster aus tiefem Minderwertigkeitsgefühl und unbewältigter Kränkung in der Kindheit, das kompensatorisch durch Dominanz, Kontrolle und Entwertung anderer stabilisiert wird.
Besonders gefährdet sind Persönlichkeiten mit folgenden Merkmalen:
- Hohes Empathievermögen, oft gepaart mit dem Wunsch, andere zu verstehen oder zu „heilen“ (Helfer-Syndrom).
- Unsicheres Selbstwertgefühl, das externe Bestätigung sucht.
- Frühkindliche Erfahrung emotionaler Unverfügbarkeit (z. B. durch distanzierte oder unberechenbare Bezugspersonen).
- Masochistische und co-abhängige Anteile, die emotionale Nähe mit Schmerz, Leistung oder Opferbereitschaft verknüpfen.
- Personen mit Borderline-Zügen, die intensive, wechselhafte Beziehungen suchen, um emotionale Leere zu füllen.
Diese Menschen geraten leicht in das sogenannte Trauma-Bonding: eine ungesunde emotionale Bindung, die aus der Kombination von intermittierender Belohnung (Zuwendung – Entzug – Zuwendung) und psychischem Stress entsteht. Das Gehirn reagiert auf diese Wechselwirkung ähnlich wie auf eine Sucht.
Psychologische Bedeutung
In der Tiefe lässt sich das Phänomen als Wiederholung unbewusster Beziehungsmuster deuten – eine Form der psychischen „Heilung durch Wiederholung“, die jedoch scheitert, solange das zugrundeliegende Selbstwertdefizit und die Abhängigkeit von externer Bestätigung nicht erkannt und bearbeitet werden. Somit ist Toxic Attraction in narzisstischen Beziehungen weniger eine Frage des „Pechs in der Partnerwahl“ als vielmehr ein psychodynamischer Kreislauf, der erst durch Bewusstwerdung und therapeutische Aufarbeitung durchbrochen werden kann.
10. Gesellschaftliche und kulturelle Überformung
Auch gesellschaftliche Rollenerwartungen prägen die Muster für toxische Beziehungsmuster: Frauen, die gelernt haben, Liebe mit Fürsorge oder Selbstaufgabe zu verknüpfen, entwickeln oft ein Helferinnen-Skript – „Ich kann ihn retten“. Männer, die Macht und Kontrolle mit Stärke verwechseln, verkörpern das Gegenstück. So verstärken sich kulturelle Narrative mit individuellen Verletzungen zu einem psychologischen Kreislauf.
11. Weitere Ursachen und Zusammenhänge
a) Anpassungsdruck durch Gesellschaftspolitische Einflüsse
Beziehungsmuster und Partnerwahl entstehen nie im luftleeren Raum. Sie sind immer auch Spiegel des gesellschaftlichen Klimas, der kulturellen Narrative und der politischen Strömungen, in denen Menschen leben.
In den letzten Jahrzehnten haben sich Rollenbilder, Geschlechterverständnisse und Beziehungsideale stark verändert. Das klassische Familienmodell steht ebenso zur Disposition wie traditionelle Zuschreibungen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Medien, soziale Netzwerke und politische Diskurse regen zur Hinterfragung gewohnter Rollen an,...
...einerseits mit der politischen Intention, das Konzept der klassischen Familie aufzulösen, um mehr politische Mach über das einzelne Individuum zu erzielen, anderseits, um Menschen, die früher einer abnormen Persönlichkeit zugeordnet wurden, zu rehabilitieren und gesellschaftsfähig zu machen. Die mit politischem Nachdruck geschaffene Hinterfragung gewohnter Rollen eröffnet neue Freiräume – schafft zugleich aber auch neue Orientierungslosigkeit.
Für viele Menschen – insbesondere für solche mit ohnehin fragilem Selbstwert oder brüchiger Identität – entsteht dadurch ein psychosozialer Anpassungsdruck: Das Bedürfnis, sich in gesellschaftlich anerkannten Identitätsformen wiederzufinden.
Psychologisch kann dies dazu führen, dass manche sich – oft unbewusst – stärker an sozialen Idealen, Gruppenidentitäten oder alternativen Rollenmodellen orientieren, um Zugehörigkeit, Anerkennung oder Sinn zu erfahren.
Manche erleben dabei eine echte innere Passung, andere hingegen eine äußere Anpassung ohne innere Integration. Wenn die neue Identität oder Beziehungsform nicht auf einem tiefen Selbstverständnis beruht, sondern auf der Hoffnung, durch sie Defizite (etwa mangelnde Beziehungserfolge, Scham oder Selbstwertzweifel) zu kompensieren, kann das langfristig zu weiteren inneren Spannungen führen.
Auch in der Partnerwahl zeigt sich dann mitunter ein Suchen nach Bestätigung durch Zugehörigkeit – etwa, indem Menschen Beziehungen eingehen, die nicht aus authentischer Resonanz entstehen. Dies betrifft unter anderem Menschen, die dies aus dem Bedürfnis, „dazuzugehören“ oder es sich selbst zu beweisen tun. Letztere tun dies auch, um ihre individuelle Problematik, die mit Misserfolgen bei Partnersuche einhergeht, durch schräge Beziehungsauswahl selbstwertdienlich zu erklären, zu entschuldigen, zu relativieren oder umzuinterpretieren. Siehe dazu 7b
b) Strategieänderung auf Basis gesellschaftspolitisch implementierter Transfer-Angebote
Frustrierten und eher labile Menschen mit Misserfolgen bei der Partnersuche greifen - sofern sie der Ansicht sind, dass andere Strategien nicht fruchten - manchmal auch zu einer drastischen Strategieänderung, die in mancher Hinsicht an das Wesen der sogenannten Umkehr erinnert.
Bei Chance auf etwaige Erfolge ggf. doch einen Partner bzw. eine Partnerin zu finden, wechseln sie ihre geschlechtlichen Vorlieben zum Schein. Alternativ wechseln sie zur angeblichen Geschlechtslosigkeit oder konstruieren sich andere phantastische Figuren, ggf. auch außerhalb des menschlichen Daseins z.B. Tiere-Rollen.
Sie sind nicht wirklich lesbisch, schwul oder sonstwie anders geartet, nutzen diese Strategie aber zum Schein, wobei sie zur Aufrechterhaltung ihres Selbstwertes bestrebt sind, an ihre neue Ausrichtung fest zu glauben, schließlich bietet dies mutmaßlich und ggf. tatsächlich neue Chancen und Perspektiven - und erklärt vielleicht sogar (zum selbstwertdienlichen Anschein) den vorausgehenden Misserfolg bei der Partnersuche und -auswahl.
Letztendlich handelt es sich jedoch um eine Form der Selbsttäuschung und des Selbstbetruges, was im Kontext zur Strategie der selbstwertdienlichen Verzerrung allerdings nur allzu menschlich und bei Menschen generell üblich ist.
Viele Menschen, die wiederholt Misserfolge in der Partnersuche erleben, reagieren darauf, indem sie ihre Strategie ändern – manchmal auch, indem sie es mit einem anderen Geschlecht versuchen oder sich gar eine künstliche Rolle konstruieren. Häufig geschieht dies nicht aus echter Neigung, sondern aus einem Bedürfnis, irgendwo „dazuzugehören“, sich von Menschen, mit denen man bislang Misserfolge erlebte, abzugrenzen oder um es sich selbst zu beweisen. Beispiel: Ich bin ein Fuchs - und für Füchse ist es nun mal schwierig. einen menschlichen Partner zu finden.
In solchen Fällen steht die äußere Anpassung oder Abgrenzung im Vordergrund, nicht die innere Integration der eigenen Wünsche, Bedürfnisse oder Identität. Die wirklichen Wünsche, Bedürfnisse oder Identität wird zum Zwecke des Selbstschutzes geleugnet.
Ein Beispiel: Eine Frau, die Schwierigkeiten hat, einen Partner zu finden, entscheidet sich, eine Beziehung mit einer Frau einzugehen. Dabei versucht sie, eine lesbische Rolle zu übernehmen, die letztlich nicht authentisch zu ihr gehört. Kurzfristig kann diese Rolle eine Art Selbstbestätigung oder Zugehörigkeit vermitteln. Langfristig entstehen jedoch oft die gleichen Probleme, die sie schon zuvor in heterosexuellen Beziehungen erlebt hat: toxische Beziehungsmuster, emotionale Überforderung und innerer Konflikt.
Das Grundproblem liegt darin, dass die äußere Anpassung – das „Spielen“ einer Rolle – nicht mit der inneren Identität übereinstimmt. Diese Diskrepanz erzeugt Stress, Unsicherheit und letztlich wieder problematische Beziehungserfahrungen. Auch das soziale Umfeld, wie Familie oder Freundeskreis, reagiert oft verwirrend auf die Uminterpretation der eigenen Persönlichkeit, was zusätzlichen Druck erzeugt.
Hinzu kommt die Gefahr, dass die besagte Strategie von anderen Menschen als "naiv" erkannt und im sexuellen Sinne ausgenutzt wird.
Veränderungen in der Partnersuche oder im Beziehungsleben sollten folglich immer auf Selbstreflexion und innerer Integration basieren, nicht nur auf äußeren Anpassungen. Andernfalls wiederholen sich die Muster von toxischen Beziehungen, unabhängig von der Partnerwahl oder der übernommenen Rolle.
12. Wege zur Veränderung – Vom Muster zur Bewusstheit
Das Muster zu erkennen, ist der erste Schritt zur Veränderung.
Heilung bedeutet, das alte Skript zu durchschauen und neu zu schreiben.
Therapeutisch hilfreiche Wege:
> Bindungsorientierte Psychotherapie (nach Bowlby, Fonagy, Wallin): fördert sichere innere Bindungserfahrung.
> Schema- und Schematherapie (Young et al., 2003): identifiziert alte emotionale Muster und wandelt sie um.
> Arbeit mit inneren Anteilen / Ego-State-Therapie** (Watkins & Watkins, 1997): integriert verdrängte Selbstaspekte.
> Körper- und Nervensystemarbeit** (Somatic Experiencing, Levine, 1997): lernt, Ruhe statt Drama zu tolerieren.
> Selbstwertstärkung und Selbstmitgefühl** (Neff, 2003): schafft die innere Stabilität, die gesunde Anziehung ermöglicht.
13. Fazit – Begegnung mit dem eigenen Inneren
Menschen wählen nicht den Partner, den sie wirklich "wollen", sondern den, der zu ihrem "inneren Beziehungsskript" passt – bis sie dieses Skript verändern. Die sogenannten „Problem-Partner“ sind oft Spiegelbilder innerer Wunden.
Wer hinschaut, entdeckt: Das Muster ist keine Strafe, sondern eine Einladung zur Selbstheilung. Liebe ist selten Zufall. Sie ist die tiefste Bühne, auf der wir uns selbst begegnen.
Zentrale Quellen und Literatur-Auswahl:
Bowlby, J. (1969). Attachment and Loss. Basic Books.
Ainsworth, M. D. S. (1978). Patterns of Attachment. Erlbaum.
Freud, S. (1914). Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten.
Klein, M. (1946). Notes on Some Schizoid Mechanisms.
Jung, C. G. (1951). Aion: Beiträge zur Symbolik des Selbst.
Mikulincer, M. & Shaver, P. R. (2016). Attachment in Adulthood: Structure, Dynamics, and Change. Guilford.
Fisher, H., Brown, L. L., Aron, A., Strong, G., & Mashek, D. (2010). Reward, Addiction, and Emotion Regulation Systems Associated with Romantic Love. Philosophical Transactions of the Royal Society B.
Swann, W. B. (1983). Self-Verification: Bringing Social Reality into Harmony with the Self. Psychological Perspectives on the Self.
Young, J., Klosko, J., & Weishaar, M. (2003). Schema Therapy. Guilford Press.
Levine, P. (1997). Waking the Tiger: Healing Trauma. North Atlantic Books.
Neff, K. (2003). Self-Compassion: An Alternative Conceptualization of a Healthy Attitude Toward Oneself. Self and Identity.
„Fetishism“ in der Encyclopaedia Britannica
Narzary, J. & Ghosh, S.: Psychological and social correlation of fetishism among young adults. – Untersuchung von Fetischisten vs. Nicht‑Fetischisten in Bezug auf Selbstwert, Anpassung und zwischenmenschliche Beziehungen.
sciencescholar.us
„Comparison of Psychopathological and Socio‑cultural Outcomes Among Distinct Fetishism Subgroups: A Cluster Analysis Approach“ (2025) – neuere Studie zur Verbindung von Fetischinteressen mit psychischen Belastungen und Beziehungsproblemen. SpringerLink
Lucchi Basili, L. & Sacco, P. L.: „What Makes a Partner Ideal, and for Whom? Compatibility Tests, Filter Tests, and the Mating Stability Matrix“ (2020) – untersucht, welche Partnermerkmale mit Beziehungsstabilität korrelieren. PMC
Miller, J. D., & Campbell, W. K. (2008). The Handbook of Narcissism and Narcissistic Personality Disorder. Wiley.
Brown, S. L. (2018). Women Who Love Psychopaths: Inside the Relationships of Inevitable Harm. Mask Publishing.
Vaknin, S. (2003). Malignant Self Love: Narcissism Revisited. Narcissus Publications.
Hirigoyen, M.-F. (1998). Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und in der Partnerschaft. Rowohlt.
Müller, B. (2019). Narzisstische Persönlichkeiten und ihre Opfer. Springer VS.
Kernberg, O. F. (1998). Idealisierung und Entwertung in Liebesbeziehungen. Klett-Cotta.
Pincus, A. L., & Lukowitsky, M. R. (2010). Pathological narcissism and narcissistic personality disorder. Annual Review of Clinical Psychology.
Artikel „New research identifies 24 factors of romantic compatibility …“ – zeigt, dass Werte, Lebensstil, Meinungen etc. wichtiger sind für Kompatibilität als rein äußerliche Merkmale. PsyPost - Psychology News
Neto, F., Pinto, M. d. C. & Furnham, A.: „Sex and Culture – Similarities and Differences in Long‑Term Partner Preferences“ (2012) – kulturelle und geschlechtsbezogene Unterschiede bei Partnerpräferenzen.
Cambridge University Press & Assessment
Lestari, S., Zaiful & Nutfa: „The Trap of Toxic Relationships in Dating: The Case of Five Female Students in Palu City“ – Fallstudie über Gründe, warum Menschen toxische Beziehungen eingehen und aufrechterhalten.
eduvest.greenvest.co.id
Adriaens, P. R.: „Sexual imprinting and fetishism: an evolutionary hypothesis“ – beleuchtet Fetischbildung aus evolutions‑/psychoanalytischer Perspektive. OUP Academic
„From feet to walls: The psychology behind sexual fetishes“ – populärwissenschaftlicher Überblick über Fetischpsychologie, Teilweise mit Blick auf Beziehung und Partnersuche. ynetglobal
Psychological and social correlation of fetishism among young adults (Narzary & Ghosh, 2024) – untersucht Zusammenhänge von Fetischismus, Selbstwert, Beziehungsfähigkeit und sozialer Adaptation.
sciencescholar.us
An investigation into the solitary and interpersonal aspects of sexual object fetishism: a mixed‑methods approach (Rees & Garcia, 2017) – zeigt, dass Fetischmuster nicht nur im Alleinverhalten auftreten, sondern auch Partnerbeziehungen beeinflussen und damit relevant für Partnerwahldynamiken sind. researchers.mq.edu.au
Comparison of Psychopathological and Socio‑cultural Outcomes Among Distinct Fetishism Subgroups: A Cluster Analysis Approach (2025) – aktuelle Studie, verbindet Fetischpräferenzen mit soziokulturellen Variablen, was hilfreich ist für die Verbindung von Fetischismus mit „Andersartigkeit“ und Externalfokussierung. SpringerLink
Why Do Some People Attract Toxic Partners? Understanding the Psychology Behind It (The Prime Chronicle) – populärwissenschaftlicher Artikel, der verschiedene psychologischen Gründe für die Anziehung zu toxischen Partnern auflistet (z. B. Selbstwertprobleme, Bindungsstil) und als Einstieg gut ist. theprimechronicle.com
Toxic Relationship Psychology: Impact on Mental Health and Emotional Well‑Being (OurMental.Health) – Erläutert psychologische Effekte toxischer Beziehungen (z. B. Selbstwertverlust, Muster der Anziehung).
Our Mental Health
Fetishism‑Etiology and treatment: A review from multiple perspectives (Wise, 1985) – Klassiker zur Fetischforschung mit psychoanalytischem und behavioralem Blick, kann theoretische Fundierung liefern.
Self‑punishment as a regulation strategy in borderline personality disorder – zeigt, dass Selbstbestrafung bei BPS höher ausgeprägt ist als bei anderen Persönlichkeits‑ oder Depressionsformen. PubMed
Moral masochism: On the connection between guilt and self‑punishment (Inbar, Pizarro, Gilovich, Ariely, 2013) – psychologische Studie zur Verbindung von Schuld, Selbstbestrafung und masochistischen Tendenzen. PubMed
Is There a Relationship Between Borderline Personality Disorder and Sexual Masochism in Women? – Untersuchung der Korrelation zwischen BPS und sexueller Masochismus bei Frauen. merit.url.edu
BDSM and masochistic sexual fantasies in women with borderline personality disorder (2025) – aktuelle Studie zu BDSM/masochistischen Fantasien bei Frauen mit BPS: höhere Rate, stärkerer Stress/Distress. BioMed Central
Die Selbstverletzung und ihre Beziehung zum Masochismus (Berner, 2018) – deutschsprachiger Artikel über Selbstverletzung und deren Beziehung zum Masochismus. elibrary.klett-cotta.de
Nur die Bodenhaftung nicht verlieren: Die Borderline‑Persönlichkeitsstörung – eine kreative und fatale Kompensation psychosenaher Beeinträchtigung (Sarnecki, 2016) – psychoanalytische Betrachtung der BPS, inkl. Dynamiken zur Selbstbestrafung. Nomos eLibrary
Beratung von Menschen mit "schwierigen" Partnern / Partnerinnen
Paarberatung / Partnerberatung / Eheberatung
Partnerwahl. Warum man bestimmte Partner auswählt, die einem nicht gut tun und einem
ggf. sogar schaden. Anziehung bestimmter Partner-Typen. Die unsichtbare Macht des Unbewussten bei der Partnerwahl. Toxische Beziehungen aufgrund toxischer Anziehung.
Psychologische Beratung von Menschen mit schwierigen Partnern / Partnerinnen in Solingen, Hilden, Haan, Langenfeld, Remscheid
Beratung von Menschen mit schwierigen / narzisstischen Partnern in Düsseldorf, Neuss, Monheim, Opladen, Köln, Wuppertal
Trennungsberatung, Beratung und Coaching für den Umgang mit narzisstischen Partnern und schwierigen Partnerinnen. Beratung und Coaching zur Erklärung und Veränderung ungünstiger wiederkehrender
Muster bei der Partnerwahl