Aktivierungs- und Entspannungsverfahren

Aktivierungsverfahren, Entspannungs-Übungen, Achtsamkeits-Übungen, Meditation, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR), Autogenes Training, Mantra, Atemübungen Meditationsübungen Solingen, Düsseldorf

Begrenzte Energie
Unsere Energie und Lebensenergie ist begrenzt. Irgendwann ist der Akku leer. Körper oder Psyche brauchen dann einen "Stopp" und einen "Reset", sofern letzterer dann irgendwann noch möglich ist.

Den "Stopp" holt sich unser Körper sonst irgendwann selbst. Der kommt dann automatisch - entweder durch Krankheit (Herzinfarkt, Burn out etc. ) oder - aufgrund Persönlichkeitsveränderung - durch Trennung.

Es gilt folglich achtsam zu sein, Stressfaktoren zu erkennen und richtig einzuschätzen, rechtzeitig von selbst anzuhalten, runterzukommen und sein Leben neu zu managen.  Sonst wird uns dies irgendwann aus der Hand genommen.

Individuell passende Meditationsübungen, Selbstprogrammierung und Achtsamkeit helfen bei Stress sehr. Zum Standard-Repertoire zählen Aktivierungs-, Entspannungs- und Achtsamkeits-Übungen wie z.B. die

 

-  Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR)

-  Tiefenentspannung

-  Autogenes Training

-  Mantra- und Atemübungen

 

Wer regelmäßig übt - ob alleine oder professionell geführt - kann langfristig einen Zustand der tiefen Entspannung erreichen, lernen seinen Körper und seine Psyche aktiv zu kontrollieren und seine Konzentrationsfähigkeit und Achtsamkeit stärken. 

 

Fühlbaren Stress auszusitzen oder intuitiven Stress zu verdrängen, führt hingegen auf Dauer nur zu Problemen im Denken, Fühlen und Verhalten und führt zu psychischen (Psychosen) oder körperlichen Krankheiten (z.B. Bluthochdruck oder Tumorbildung).

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Tiefenentspannung –

Auftanken für Körper und Geist

In unserem hektischen Alltag sind Stress, Anspannung und mentale Überlastung häufige Begleiter. Tiefenentspannung unterstützt Sie dabei, innerlich zur Ruhe zu kommen, Stress abzubauen und neue Energie zu tanken.

 

Durch gezielte Entspannungstechniken wie geführte Meditation, Atemübungen und sanfte Körperwahrnehmung erreichen Sie einen Zustand tiefer innerer Ruhe.

 

Dies fördert nicht nur Ihr emotionales Wohlbefinden, sondern kann auch positive Effekte auf Schlaf, Konzentration und körperliche Beschwerden haben. Ihre Vorteile auf einen Blick:

 

- Reduktion von Stress und innerer Anspannung

- Verbesserung von Schlafqualität und Konzentration

- Stärkung der mentalen Widerstandskraft

- Förderung von körperlicher und emotionaler Balance

 

Erleben Sie, wie Tiefenentspannung Ihre Lebensqualität nachhaltig steigern kann.

Eine besondere und zugleich klassische Form der Tiefenentspannung ist:

 

 

Autogenes Training
Autogenes Training dient der Kontrolle und Steuerung psychosomatischer, kognitiver und psychischer Prozesse - und ist - je nach Zielsetzung und Art und Weise der Anwendung / Nutzung eine Mischung aus a)  Meditation und b) Selbsthypnose.

 

Entwickelt wurde das autogene Training bereits ab ca. 1928 bzw. 1932 von dem deutschen Nervenarzt Johannes H. Schultz (1884–1970). Dieser hatte sich lange mit der Hypnose beschäftigt und kannte die starke Wirkung von Suggestionen.

 

Mittlerweile hat sich das Autogene Training zur wohl bekanntesten Methode zur Tiefen-Entspannung entwickelt. Autogenes Training ist leicht zu erlernen und kann eine Hilfe in jeder Lebenslage und jeder Anforderung sein. 

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Emotionale Tiefenentspannung

Ein besonders Entspannungs- und zugleich Aktivierungsverfahren ist die Emotionale Tiefenentspannung (Auch: Emotionale Tiefenregeneration - Integrative Berührungstherapie - Regulative Nähebehandlung - Integrative Nähearbeit - Psychosomatische Tiefenentspannung - Somatoemotionale Tiefenentspannung). 

 

Hier geht es nicht nur um tiefe Entspannung zur Stressreduktion, sondern auch um Aktivierung von Emotionen um sich wieder lebendiger und emotional besser zu fühlen (z.B. als Ausgleich zum emotionalen Entzug, zur Bearbeitung des Verhärtens und Verkümmerns durch anhaltenden Mangel an Zuwendung und Nähe).

 

Hier geht es um Nähe und um Berührung, die die Seele erreicht. Emotionale Tiefenentspannung ist geeignet für Menschen, die nicht nur etwas gegen negativen Stress tun wollen, sondern sich in ihrem Inneren auch nach emotionaler Wärme, Halt und Geborgenheit sehnen, wobei ein entsprechender Mangel daran wiederum eine Ursache für Stress ist.

 

Die Behandlung verbindet sanfte manuelle Impulse, achtsame Berührung und Elemente der Körperwahrnehmung mit psychologisch fundiertem Wissen über Bindung und Regulation. Auf einer bequemen Liege liegend, erfährt man Berührung, Wärme und Präsenz in einem sicheren Rahmen. Dadurch kann das autonome Nervensystem in einen Zustand tiefer Ruhe übergehen, der emotionale und körperliche Regeneration ermöglicht.

 

Ziel der emotionalen Tiefenentspannung ist das Lösen einer bewussten oder unbewussten emotionalen Starre, die mit zu Stress führt. Mittels der emotionalen Tiefenentspannung, die auch die Selbstregulationsfähigkeit des Organismus stärkt und neue Lebensenergie bringt, merkt man, wie schwere Lasten von einem abfallen, die man vorher verdrängt hat.

Achtsamkeitstraining / Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR)

Achtsamkeit (englisch mindfulness) ist ein Zustand von Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach die gegenwärtige Verfasstheit seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt, ohne von Gedankenströmen, Erinnerungen, Phantasien oder starken Emotionen abgelenkt zu sein, ohne darüber nachzudenken oder diese Wahrnehmungen zu bewerten. 

 

Achtsam zu sein bedeutet, die Wahrnehmung - weg von Erinnerungen und Zukunftsvisionen ausschließlich auf das „Hier und Jetzt“ zu richten und das "Hier und Jetzt" bewusst wahrzunehmen: Es geht darum, eine andere Haltung zu sich selbst, seiner Wahrnehmung und den Dingen zu gewinnen.

 

Ein Achtsamkeitstraining hilft nicht nur Stress zu lindern und das Leben zu entschleunigen und bewusster zu leben und zu interagieren, sondern auch dabei, Gewohnheiten zu erkennen und zu hinterfragen - und Gewohnheitsmuster im Denken und Handeln (nicht nur in Stresssituationen) nachhaltig zu verändern. "Achtsamkeit" erzeugt ein neues Bewusstsein und ist gleichzeitig eine Art Gehirnjogging und Gelassenheits-Entwickler.

 

Im Zusammenhang mit Achtsamkeitstraining fällt häufig die Abkürzung MBSR. Dies steht für „Mindfulness Based Stress Reduction“, Das besagte Programm wurde 1970 von dem US-amerikanischen Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion entwickelt und wird u.a. in der Verhaltens- und Schmerztherapie angewendet.

 

Kabat-Zinn ist der «Superstar» der Achtsamkeitsbewegung und gilt zugleich als Vater der Bewegung. Das von ihm entwickelte Achtsamkeitstrainings-Programm zur Stressreduktion schlägt eine Brücke zwischen jahrtausendealten meditativen Übungen und einer modernen Medizin, die den Menschen als Ganzes sieht - und wird in Kursen rund um die Welt gelehrt.

 

Auch unabhängig von Kabat-Zinn und seinem Programm ist Achtsamkeit - wie eingangs bereits erwähnt - generell ein wichtiger Bestandteil der Meditation:  Meditation soll dazu dienen, den Geist zu sammeln und zu beruhigen. Beim Meditieren geht es darum, seine Aufmerksamkeit möglichst lange auf eine einzige Sinneswahrnehmung zu richten und diese zu beobachten. Auch hier bedeutet Achtsamkeit, im Hier und Jetzt zu verweilen.

 

Folglich ist Meditation zugleich ein gutes Achtsamkeitstraining. Wer Meditation und Achtsamkeit regelmäßig übt, kann langfristig einen Zustand der tiefen Entspannung erreichen und seine Konzentrationsfähigkeit stärken.

 

Regelmäßige Meditations- und Achtsamkeitsübungen tragen dazu bei, die Stressreaktionen des Körpers zu vermindern, das Schmerzempfinden zu lindern, den Blutdruck zu senken, das Immunsystem zu stärken und die mentale Widerstandskraft und Flexibilität zu fördern.

Meditation

Der Begriff Meditation entstammt dem Lateinischen und bezeichnet das tiefe Nachdenken oder Sinnieren über etwas. Die bekannteste Meditationstechnik ist das stille Sitzen. Dabei konzentriert sich der Meditierende im Sitzen auf ein einziges Objekt wie zum Beispiel auf seinen Atem, seine Gedanken, eine Kerzenflamme oder einen Ton.

 

Unterschieden wird zwischen passiven und aktiven Meditationsformen / Methoden: Entweder verharrt der Meditierende in Stille oder er bewegt sich, tanzt, schreit oder singt. Die Formen der Meditation sind vielfältig (z.B. Achtsamkeitsmeditation, Vipassana-Meditation, Atemmeditation, Herzmeditation, Stille Meditation, Metta Meditation, Sonnenmeditation, Zen-Meditation / Zazen, Chakra-Meditation, Dynamische Meditation / Osho-Meditation, Yoga-Meditation, Kundalini-Meditation / Kundalini Yoga, Qigong-Meditation, Buddhistische Mantra-Meditation, Transzendentale Meditation von Maharishi Mahesh Yogi usw.)

 

In vielen Kulturen und Religionen ist die Meditation fester Bestandteil der spirituellen Praxis. Meditation soll dazu dienen, den Geist zu sammeln und zu beruhigen. Alle Formen der Meditation haben Eines gemein: Achtsamkeit. Beim Meditieren geht es darum, seine Aufmerksamkeit möglichst lange auf eine einzige Sinneswahrnehmung zu richten und diese achtsam zu beobachten. Darüber hinaus gibt es noch die speziellen Begriff der "Achtsamkeitsmeditation".

Progressive Muskelentspannung
nach Jacobson (PMR)

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist ein wissenschaftlich fundiertes Entspannungsverfahren, das in den 1920er-Jahren von dem amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson entwickelt wurde.

 

Es beruht auf der einfachen, aber wirkungsvollen Beobachtung, dass körperliche Anspannung und psychische Belastung eng zusammenhängen – und dass durch das gezielte Lösen muskulärer Spannungen eine tiefgreifende mentale Entspannung erreicht werden kann.

 

Das PMR-Grundprinzip

Der Kern von PMR besteht darin, einzelne Muskelgruppen des Körpers systematisch anzuspannen und anschließend bewusst zu entspannen. Die Person spürt dabei aktiv, wie sich Spannung und Entspannung anfühlen, und lernt, muskuläre Anspannung frühzeitig zu erkennen und aufzulösen.

 

Typische Muskelgruppen, die nacheinander bearbeitet werden, sind zum Beispiel:

-  Hände und Arme

-  Schultern und Nacken

-  Gesichtsmuskulatur

-  Bauch und Rücken

-  Gesäß, Beine und Füße

 

Eine Sitzung dauert – je nach Version – zwischen 10 und 30 Minuten.

 

Wozu wird PMR eingesetzt?

PMR ist eines der am besten erforschten Entspannungsverfahren und wird sowohl im therapeutischen als auch im präventiven Bereich eingesetzt. Typische Einsatzgebiete sind:

 

1. Stressbewältigung und Entspannung

PMR hilft, Stress abzubauen und das vegetative Nervensystem zu beruhigen. Die Methode wird häufig bei beruflicher und privater Belastung sowie bei Erschöpfung empfohlen.

 

2. Angst- und Unruhezustände

PMR wird in der Verhaltenstherapie als unterstützende Technik genutzt, um Angstlevel zu reduzieren, körperliche Unruhe zu mindern und die emotionale Regulation zu verbessern.

 

3. Schlafstörungen

Durch die körperliche und mentale Beruhigung kann PMR das Einschlafen erleichtern und die Schlafqualität verbessern.

 

4. Chronische Schmerzen

Viele Schmerzpatienten profitieren von PMR, da Muskelverspannungen häufig Schmerzen verstärken. Die Methode kann helfen, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen.

 

5. Herz-Kreislauf-Beschwerden

Positive Effekte ergeben sich durch die Senkung von Puls, Blutdruck und Muskeltonus. Daher findet PMR auch Anwendung bei stressbedingten Herz-Kreislauf-Problemen.

 

6. Psychosomatische Beschwerden

PMR wird bei vielen stress- oder spannungsbedingten Beschwerden eingesetzt, etwa bei Spannungskopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Tinnitus oder Schwindel.

 

Was bewirkt PMR?

Die Wirkung der Progressiven Muskelentspannung ist gut untersucht und umfasst:

-  Körperliche Effekte

-  Senkung des Muskeltonus

-  Reduzierter Stresshormonspiegel

-  Verbesserung der Atmung und Durchblutung

-  Beruhigung des vegetativen Nervensystems (parasympathische Aktivierung)

 

Psychische Effekte

-  Reduzierte innere Unruhe

-  Abnahme von Angst und Nervosität

-  Erhöhte Konzentrationsfähigkeit

-  Stärkung des Körperbewusstseins

-  Verbesserte emotionale Selbstregulation

 

Langfristiger Nutzen

Mit regelmäßiger Anwendung entwickeln viele Menschen eine bessere Wahrnehmung eigener Stresssignale und können Anspannung frühzeitig entgegensteuern. Dies führt zu einer dauerhaft höheren Stressresistenz.

 

Fazit

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist ein leicht erlernbares, wissenschaftlich anerkanntes und vielseitig einsetzbares Entspannungsverfahren. Ob zur Stressbewältigung, bei Angst, Schlafstörungen oder körperlichen Beschwerden – PMR kann sowohl therapeutisch als auch zur Gesundheitsprävention eingesetzt werden. Die Methode verbindet Körper und Geist auf einfache Weise und bietet einen wirksamen Zugang zu mehr Ruhe, Ausgeglichenheit und Wohlbefinden.

PMR in Hochbelastungsberufen

wie Polizei und SEK

Polizeikräfte, insbesondere Spezialeinheiten wie das SEK, sind häufig extremen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt.

 

Einsätze können innerhalb von Sekunden lebensbedrohlich werden. Dazu kommen traumatische Eindrücke, hoher Erwartungsdruck, ständige Alarmbereitschaft und die Verantwortung für Menschenleben.

 

Gerade in diesen Berufsfeldern werden wissenschaftlich fundierte Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR) als wertvolle Methode genutzt – sowohl präventiv als auch nach belastenden Ereignissen.

 

Warum wird PMR bei Polizei und SEK eingesetzt?

 

1. Zur Reduktion von extremem Stress und Daueranspannung

Spezialeinsatzkräfte leben häufig mit einer dauerhaft erhöhten Grundspannung. Der Körper befindet sich im sogenannten sympathischen Modus („Kampf-oder-Flucht-Reaktion“):

-  Hoher Muskeltonus

-  Erhöhte Herzfrequenz

-  Schnelle Atmung

-  Alarmbereitschaft

 

PMR hilft, den Körper bewusst in den parasympathischen Zustand zu bringen – also in den Modus für Erholung, Regeneration und Verarbeitung.

 

Dadurch können Einsatzkräfte besser „runterfahren“ und ihre Stressakkumulation reduzieren.

 

 

2. Um Traumafolgen und Einsatzbelastungen abzufedern

Polizei- und SEK-Beamte erleben regelmäßig Situationen, die als potenziell traumatisch gelten:

Gewaltsituationen, Notlagen, Todesfälle, Bedrohungen, Unfälle.

 

PMR hilft hier auf mehreren Ebenen:

-  Sie fördert Entspannung nach akuter Belastung.

-  Sie unterstützt die Verarbeitung, indem sie die körperliche Übererregung verringert.

-  Sie senkt das Risiko, dass sich Stressreaktionen chronifizieren.

-  Der Körper darf lernen, dass er wieder sicher ist – ein zentraler Faktor in der Traumabewältigung.

 

 

3. Verbesserte Einsatzfähigkeit und Konzentration

Regelmäßige PMR-Anwendung verbessert nachweislich:

-  Konzentrationsfähigkeit

-  Reaktionsschnelligkeit

-  Emotionale Stabilität

-  Selbstkontrolle in Hochrisikosituationen

 

Für Spezialeinheiten, in denen Fehler fatale Folgen haben können, sind das essenzielle Kompetenzen.

 

 

4. Burnout- und Erschöpfungsprävention

Viele Organisationen im Sicherheitsbereich nutzen PMR als festen Bestandteil ihres Trainings, weil:

-  Chronische Anspannung

-  Schichtsystem

-  Einsatzbelastungen

-  Schlafmangel

 

zu einem erhöhten Risiko für Burnout und stressbezogene Erkrankungen führen.

PMR unterstützt die körperliche und psychische Regeneration und hält die Einsatzkräfte langfristig gesund.

 

 

5. PMR als Teil von Einsatznachsorge und Peer-Support

Nach besonders belastenden Einsätzen (z. B. Geiselnahmen, schweren Unfällen oder Schussabgaben) wird PMR häufig als Teil von:

-  Debriefing

-  Psychologischer Akutintervention

-  Peer-Support-Programmen

-  Resilienztrainings

 

eingesetzt.

 

Es hilft, das vegetative Nervensystem zu stabilisieren und die Belastungsreaktion zu normalisieren.

 

Zusammengefasst

PMR wird bei Polizei und SEK genutzt, weil es:

 

✔  wirksam, schnell erlernbar und wissenschaftlich belegt ist

✔  körperliche und psychische Übererregung reduziert

✔  Traumafolgen und Stressreaktionen abmildert

✔  die Leistungsfähigkeit in Hochrisikosituationen unterstützt

✔  langfristige Gesundheit und Resilienz stärkt

 

Damit ist PMR ein wertvolles Werkzeug im professionellen Spannungsfeld zwischen äußerster Belastung und dem Bedarf an innerer Ruhe und Klarheit.

 

 

Warum ist eine geführte PMR-Sitzung besser?

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR) ist grundsätzlich so angelegt, dass sie auch alleine durchgeführt werden kann. Dennoch zeigt die Praxis – und zahlreiche Erfahrungen aus Therapie, Coaching und Einsatztrainings –, dass eine professionell geführte PMR-Sitzung deutlich intensiver, nachhaltiger und leichter umzusetzen ist.

 

Dafür gibt es mehrere Gründe:

 

1. Professionelle Anleitung ermöglicht tiefere Entspannung

Ein erfahrener Therapeut erkennt:

-  unbewusste Restanspannungen

-  ungleichmäßige Atmung

-  fehlerhafte Ausführung

und kann unmittelbar korrigieren.

 

Dadurch wird die Entspannung tiefer, gleichmäßiger und wirkt schneller.

 

 

2. Der Klient muss sich nicht selbst „steuern“

Viele Menschen lenken sich während der PMR unbewusst ab:

 

„Welche Muskelgruppe ist jetzt dran?“

„Spanne ich richtig an?“

„Halte ich gut genug?“

 

Bei einer geführten Sitzung übernimmt der Therapeut die Struktur – der Klient kann sich voll in die Entspannung fallen lassen. Dies reduziert mentale Aktivität und erleichtert die innere Ruhe deutlich.

 

 

3. Therapeutische Stimme und verbale Führung wirken beruhigend

Die ruhige, gleichmäßige Stimme eines erfahrenen Leiters signalisiert dem Nervensystem Sicherheit – ein entscheidender Faktor, um den Parasympathikus (Entspannungsnerv) zu aktivieren. Studien zeigen: Verbale Anleitung verstärkt die körperliche und psychische Entspannungsreaktion.

 

 

4. Individuelle Anpassung an den Zustand des Klienten

 

Ein professioneller Leiter kann die PMR exakt anpassen an:

- Stresslevel

- körperliche Beschwerden

- emotionale Verfassung

- Vorerkrankungen

 

Ziele des Trainings

So entsteht eine maßgeschneiderte Sitzung, die besser wirkt als ein allgemeines Audio oder eine Standardanleitung.

 

 

5. Sicherheit und Stabilität bei belasteten Personen

 

Menschen mit:

- hoher Stressbelastung

- Traumaerfahrungen

- Angstzuständen

- Schlafproblemen

- psychosomatischen Beschwerden

 

profitieren besonders von einer geführten PMR, weil der Therapeut ein sicheres, kontrolliertes Umfeld schafft und individuell reagieren kann, wenn während der Entspannung Emotionen oder Erinnerungen auftauchen.

 

6. Förderung des Lernprozesses

Geführte Sitzungen helfen dem Klienten, das Prinzip der PMR überhaupt erst richtig zu erlernen:

 

- Wie fühlt sich echte Anspannung an?

- Wie fühlt sich wirkliche Entspannung an?

- Welche Muskeln sind oft „blind spots“?

- Wer PMR unter Anleitung beginnt, wendet es später selbstständiger, effektiver und korrekter an.

 

7. Motivation und Verbindlichkeit

Ein regelmäßiger Termin mit einem Therapeuten sorgt für:

- klare Struktur

- Motivation

- Verbindlichkeit

- nachhaltiges Dranbleiben

 

Viele brechen PMR in Eigenregie nach kurzer Zeit ab – geführte Sitzungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das Üben zur Gewohnheit wird.

 

Fazit

Eine geführte PMR-Sitzung ist besser, weil sie:

✔ tiefere und qualitativ hochwertige Entspannung ermöglicht

✔ die Selbststeuerung abnimmt und dadurch Ruhe erleichtert

✔ individuell angepasst werden kann

✔ Sicherheit und therapeutische Präsenz bietet

✔ den Lernprozess optimiert und nachhaltiger macht

 

Sie führt zu einer spürbar intensiveren Erfahrung – und oft auch schnelleren Ergebnissen im Stressabbau und Wohlbefinden.

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